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Drohnen: Darpa plant fliegende Flugzeugträger

Flugzeuge, die von Flugzeugen starten: Die Darpa plant, Drohnen künftig von Flugzeugen aus zu Aufklärungsflügen starten zu lassen. Neu ist das Konzept nicht.
/ Werner Pluta
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Fliegender Flugzeugträger: Konzept aus den 1930er-Jahren (Bild: Darpa)
Fliegender Flugzeugträger: Konzept aus den 1930er-Jahren Bild: Darpa

Flugzeugträger, die nicht schwimmen, sondern fliegen - das plant die Defense Advanced Research Projects Agency(öffnet im neuen Fenster) (Darpa): Die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums will von Flugzeugen künftig Aufklärungsflugzeuge starten lassen. Allerdings keine bemannten.

Ein konventionelles Flugzeug soll, so stellt sich es die Darpa vor, mit kleinen Aufklärungsdrohnen beladen werden. Das Flugzeug soll die unbemannten Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) zu ihrem Einsatzort bringen und dort absetzen. Die Drohnen absolvieren dann ihre Mission und kehren anschließend zum Transporter zurück.

Vorhandene Flugzeuge sollen umgebaut werden

Der fliegende Flugzeugträger könnte etwa eine Transportmaschine Lockheed C-130 Hercules(öffnet im neuen Fenster) sein, aber auch ein Bomber wie die Boeing B-52 Stratofortress(öffnet im neuen Fenster) oder die Rockwell B-1 Lancer(öffnet im neuen Fenster) . In einer Ausschreibung fordert die Darpa dazu auf(öffnet im neuen Fenster) , Ideen einzureichen, wie sich ein solches Konzept umsetzen lässt.

Erreichen will die Darpa zweierlei: Geld sparen und Menschenleben schützen. Ein Aufklärungsflug mit einem bemannten Flugzeug sei aufwendig und teuer. Außerdem bestehe die Gefahr, dass das Flugzeug und seine Besatzung abstürzen oder abgeschossen werden. Die Verluste sind mit unbemannten Aufklärern deutlich geringer. Allerdings hat eine Aufklärungsdrohne - wenn es sich nicht gerade um eine Global Hawk(öffnet im neuen Fenster) handelt - nur eine beschränkte Reichweite.

Flugzeug setzt Drohnen aus

Deshalb die Idee mit dem fliegenden Flugzeugträger: Er bringt die Drohnen in Einsatzgebiete, setzt sie dort ab und und sammelt sie nach dem Ende des Einsatzes wieder ein. "Wir suchen nach Möglichkeiten, kleine Flugzeuge effektiver zu machen, und eine vielversprechende Idee ist, aus einem existierenden großen Flugzeug durch minimale Modifikationen einen Flugzeugträger am Himmel zu machen" , sagt Darpa-Programm-Manager Dan Patt(öffnet im neuen Fenster) .

Ganz neu ist die Idee übrigens nicht. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hatte die US-Marine die USS Akron(öffnet im neuen Fenster) und USS Macon(öffnet im neuen Fenster) im Einsatz. Die beiden Starrluftschiffe waren als Fernaufklärer über dem Meer konzipiert.

Flugzeuge starten durch Öffnung im Rumpf

In ihren Rümpfen konnten sie mehrere Flugzeuge transportieren. Diese wurden durch eine Öffnung unten im Rumpf des Luftschiffs abgelassen, wenn sie zu einer Aufklärungsmission starteten. Nach der Rückkehr zum Luftschiff hakte der Pilot seine Maschine in einen Fanghaken ein und wurde wieder in den Rumpf gezogen.

Interessenten können ihre Ideen bis zum 26. November 2014 einreichen. In vier Jahren, so stellt sich die Darpa vor, soll der Prototyp eines fliegenden Drohnenträgers vorgeführt werden.


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