Drohne: Snoopy schnüffelt im Vorbeiflug
Snoopy heißt eine Drohne, die das südafrikanische Sicherheitsunternehmen Sensepost(öffnet im neuen Fenster) entwickelt hat. Der Name ist Programm: Die Drohne soll mobile Geräte ausschnüffeln.
Snoopy(öffnet im neuen Fenster) ist ein Quadrocopter, der im Flug nach Smartphones oder Tablets sucht, bei denen die WLAN-Schnittstelle aktiviert ist. Er verbindet sich mit diesem Gerät, was es dem Drohnenpilot ermöglicht, den Besitzer des Gerätes auszuspionieren.
Smartphone ruft nach bekannten Netzen
Die Geräte speichern normalerweise die Netze, mit denen sie sich einmal verbunden haben und suchen danach. "Die Smartphones rufen laut die Namen jedes Netzwerks, mit dem es jemals verbunden war" , sagt Glenn Wilkinson. Er hat die Spionagetechnik Snoopy zusammen mit seinem Kollegen Daniel Cuthbert entwickelt.
Die Drohne gibt sich dann als eines dieser Netze aus, etwa als das WLAN von Starbucks oder McDonald's, und animiert das Mobilgerät, sich mit ihr zu verbinden. "Das Gerät verbindet sich mit mir, und ich kann dann den gesamten Datenverkehr sehen" , erklärt Wilkinson. Dazu gehören Websites, die der Nutzer besucht, GPS-Daten, mit denen sich Rückschlüsse auf Aufenthalts- und Wohnort ziehen lassen, aber auch Nutzernamen und Passwörter, mit denen er sich anmeldet, sowie Bankdaten, die er zum Bezahlen eingibt.
Test in London
Wilkinson führte CNN Money die Schnüffeldrohne kürzlich in London vor: In weniger als einer halben Stunde habe sie Netzwerknamen und GPS-Koordinaten von rund 150 Geräten gesammelt, berichtet das US-Wirtschaftsmagazin(öffnet im neuen Fenster) . Um das Abhören von Nutzernamen und Passwörtern zu demonstrieren, waren für den Test eigens Nutzerkonten bei einigen Onlinediensten angelegt worden.
Ziel des Projekts sei, auf die Schwachstellen von mobilen Geräten aufmerksam zu machen, sagt Wilkinson. Cuthbert und er wollen Snoopy auf der Black Hat Asia(öffnet im neuen Fenster) vorstellen. Die Sicherheitskonferenz findet diese Woche in dem südostasiatischen Stadtstaat Singapur statt.
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