• IT-Karriere:
  • Services:

Drohne: Gimball, die stabile Rempeldrohne

Gimball ist zwar sphärisch, Vorbild bei der Konstruktion waren aber Insekten: Wie diese bleibt auch Gimball nach einer Kollision stabil. Die Drohne hat sich schon durch einen Schweizer Wald gerempelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Gimball: fliegen, wo andere Roboter nicht hinkommen
Gimball: fliegen, wo andere Roboter nicht hinkommen (Bild: Alain Herzog/EPFL)

Roboterentwickler legen normalerweise großen Wert auf Hinderniserkennung und -vermeidung. Nicht so Adrien Briod und Przemyslaw Mariusz Kornatowski von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL): Der von ihnen entwickelte Flugroboter eckt gern an.

Stellenmarkt
  1. Axians IKVS GmbH, Münster
  2. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München

Gimball hat einen Durchmesser von 34 Zentimetern. Er wird von zwei Rotoren angetrieben und mit Hilfe zweier Flossenpaare gesteuert. Die Antriebs- und Steuerungseinheit ist kardanisch in einem praktischen sphärischen Käfig aufgehängt, der den Roboter schützt, wenn er gegen ein Hindernis fliegt.

Namen von Bauweise und Form

Die Aufhängung in dem Käfig sorgt dafür, dass die Antriebseinheit immer stabil bleibt, der Roboter also auch nach einer Kollision weiterfliegt. Vorbild seien Insekten, erklären die Forscher: Die könnten mit einem Hindernis kollidieren und danach einfach weiterfliegen. Bauweise und Form haben der Drohne auch den Namen gegeben: Gimbal ist die englische Bezeichnung für eine kardanische Aufhängung.

Zwar hatten die EPFL-Forscher schon zuvor Drohen gebaut, die anecken konnten. Diese hatten jedoch kein System, um sich zu stabilisieren. Nach einem Aufprall hätten sie deshalb dazu tendiert, in irgendeine beliebige Richtung weiterzufliegen, sagt Briod. "Die Idee war, dass der Körper des Roboters nach einer Kollision ausbalanciert bleibt, so dass er seine Flugbahn beibehält."

Leichtgewicht

Durch seine besondere Konstruktionsweise bleibt Gimball stabil und auf Kurs. Dadurch konnten die Entwickler zudem auf eine aufwendige Sensorik verzichten. Das bedeutet weniger Komplexität, mehr Robustheit und weniger Gewicht: Ohne Sensoren und aufgrund der Leichtbauweise aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff wiegt der Gimball nur etwa 370 Gramm.

Die Drohne ist für den Einsatz in unübersichtlichem Terrain konzipiert. Ziel sei gewesen, dort zu fliegen, wo andere Roboter nicht hinkommen, erklärt Briod, etwa in einem eingestürzten Haus. Eine Kamera an Bord der Drohne liefere Rettungskräften einen Einblick in die Situation vor Ort.

Rempeln im Wald

Dass Gimball tatsächlich trotz diverser Rempeleien auf Kurs bleibt und sein Ziel erreicht, haben die Forscher in einem Wald nahe Lausanne ausprobiert: Sie statteten die Drohne mit einem Kompass und einem Höhenmesser aus und schickten sie auf die Reise. Gimball behielt seine Flugbahn über mehrere hundert Meter bei, obwohl ihm mehr als ein Baum den Weg versperrte.

Briod und Kornatowski wollen ihre kollisionsfreudige Drohne auf der International Robot Exhibiton (Irex) vorstellen. Die Robotermesse findet vom 6. bis 9. November 2013 in der japanischen Hauptstadt Tokio statt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 34,99€/49,99€ (mit/ohne Spezialangebote)
  2. (u. a. Acer KG241P 144-Hz-Monitor für 159€)
  3. (aktuell u. a. Mushkin Pilot-E 2 TB für 219,90€ + Versand)
  4. (u. a. GTA 5 - Premium Online Edition für 12,99€ und Devil May Cry 5 für 20,99€)

mr.maik 05. Nov 2013

Drohnen können präzise Luftaufnahmen machen, zB auch in Bereichen, in denen es zu...

iFreilicht 31. Okt 2013

Der Schwerpunkt liegt unter der Aufhängung. Damit "kippt" das teil einfach immer wieder...

caso 31. Okt 2013

...dass sich die Drohne nicht an den unteren kahlen Ästen der Nadelbäume verfangen hat...

Endwickler 31. Okt 2013

Na gut, hier kommt mal ein positiver Gedanke zu Drohnen und Katzen, denn Katzen sind...

Endwickler 31. Okt 2013

Interessante Analogie. .-) http://www.hluniverse.com/portal/images/4/4b/Manhack.jpg


Folgen Sie uns
       


E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht

Die Ingolstädter Firma E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse. Golem.de hat sich die Umrüstung vorführen lassen.

E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht Video aufrufen
Kognitive Produktionssteuerung: Auf der Suche nach dem Universalroboter
Kognitive Produktionssteuerung
Auf der Suche nach dem Universalroboter

Roboter erledigen am Band jetzt schon viele Arbeiten. Allerdings müssen sie oft noch von Menschen kontrolliert und ihre Fehler ausgebessert werden. Wissenschaftler arbeiten daran, dass das in Zukunft nicht mehr so ist. Ziel ist ein selbstständig lernender Roboter für die Automobilindustrie.
Ein Bericht von Friedrich List

  1. Ocean Discovery X Prize Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

Definitive Editon angespielt: Das Age of Empires 2 für Könige
Definitive Editon angespielt
Das Age of Empires 2 für Könige

Die 27 Einzelspielerkampagnen sollen für rund 200 Stunden Beschäftigung sorgen, dazu kommen Verbesserungen bei der Grafik und Bedienung sowie eine von Grund auf neu programmierte Gegner- oder Begleit-KI: Die Definitive Edition von Age of Empires 2 ist erhältlich.


    Fritzbox mit Docsis 3.1 in der Praxis: Hurra, wir haben Gigabit!
    Fritzbox mit Docsis 3.1 in der Praxis
    Hurra, wir haben Gigabit!

    Die Fritzbox 6591 Cable für den Einsatz in Gigabit-Kabelnetzen ist seit Mai im Handel erhältlich. Wir haben getestet, wie schnell Vodafone mit Docsis 3.1 tatsächlich Daten überträgt und ob sich der Umstieg auf einen schnellen Router lohnt.
    Ein Praxistest von Friedhelm Greis

    1. Kabelnetz Ausgaben für Docsis 3.1 nicht sehr hoch
    2. Nodesplits Vodafone bietet 500 MBit/s für 20 Millionen Haushalte
    3. Sercomm Kabelmodem für bis zu 2,5 GBit/s vorgestellt

      •  /