Drohne: Europäer testen UAV mit Tarnkappentechnik

Dassault Aviation(öffnet im neuen Fenster) hat die Drohne Neuron erfolgreich getestet. Der Erstflug des unbemannten Luftfahrzeugs (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) fand nach Angaben des französischen Flugzeugherstellers(öffnet im neuen Fenster) am 1. Dezember 2012 Istres in Südfrankreich statt und dauerte 25 Minuten. Weitere Tests des Drohne sollen folgen – zunächst in Frankreich, später in Schweden und Italien.
Neuron(öffnet im neuen Fenster) ist eine mit Tarnkappentechnik ausgestattete Drohne. Sie ist 10 Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 12,5 Metern. Das 5 Tonnen schwere UAV ist aus Verbundwerkstoffen gebaut. Materialien und die Form sollen laut Projektbeschreibung(öffnet im neuen Fenster) eine geringe Sichtbarkeit für das Radar ermöglichen.
An dem 2005 gestarteten europäischen Projekt sind neben Dassault und Thales aus Frankreich die Unternehmen Alenia Aermacchi aus Italien, EADS-CASA aus Spanien, HAI aus Griechenland, RUAG aus der Schweiz sowie Saab aus Schweden beteiligt. Einen deutschen Projektpartner gibt es nicht.
Trägerdrohne X47-B
Wie die europäische Neuron nutzt auch die US-Drohne X47-B(öffnet im neuen Fenster) , die der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Northrop Grumman gebaut hat, die Tarnkappentechnik. Entwickelt wurde die Drohne, die erstmals Anfang 2011 geflogen ist, für den Einsatz auf Flugzeugträgern.

Den Einsatz bereiten Northrop Grumman und die US-Marine derzeit vor: In der vergangenen Woche haben sie erstmals erfolgreich einen Katapultstart mit der Drohne durchgeführt(öffnet im neuen Fenster) . Der fand allerdings nicht an Bord eines Flugzeugträgers statt, sondern auf dem Marinefliegerstützpunkt Patuxent River im US-Bundesstaat Maryland.
Kurz zuvor war das ferngesteuerte Fahren mit der Schubkraft der Drohnentriebwerke geprobt worden – ebenfalls auf dem Marinefliegerstützpunkt. Im kommenden Jahr soll die X-47B, ein knapp 12 Meter langes Nurflügelflugzeug mit einer Spannweite von rund 19 Metern, von einem Flugzeugträger aus operieren.