Drohne: Das Fluggerät aus dem 3D-Drucker

Wissenschaftler der Universität in Sheffield in Mittelengland haben eine Drohne mit einem 3D-Drucker hergestellt(öffnet im neuen Fenster) und getestet. Derzeit ist sie noch ein Gleiter - ein Antrieb sowie eine Steuerung mit Datenbrille sind in Arbeit.

Das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) ist ein Nurflügelflugzeug, das von der Form her an die Drohne X-47B Unmanned Combat Air System (UCAS) erinnert, die der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Northrop Grumman für die US-Marine entwickelt hat. Allerdings ist das englische UAV deutlich kleiner: Es hat eine Spannweite von 1,5 Metern und wiegt weniger als 2 Kilogramm.
Nächster Prototyp aus Nylon
Die Ingenieure aus Sheffield haben die Drohne mit dem Schmelzschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling, FDM) aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) aufgebaut. Sie besteht aus neun Elementen, die einfach zusammengesteckt werden. Künftig wollen sie als Baumaterial Nylon verwenden, das genauso viel wiegt wie ABS, aber stabiler ist.
Durch Verbesserungen im Design kann die Drohne ohne die Stützstruktur gedruckt werden. Das verringert sowohl die Kosten als auch die Bauzeit: Vom Beginn der Drucks bis zum Einsatz vergehen nicht einmal 24 Stunden. Die kostengünstige Drohne soll sich auch für Einwegeinsätze eignen.
Die Drohne hat bereits erfolgreich Testflüge absolviert - allerdings nur im Gleitflug. Einen Antrieb soll sie aber in Kürze bekommen: zwei elektrisch betriebene Mantelpropeller. Die Entwickler wollten zudem eine Steuerung für die Drohne entwickeln - per GPS oder mit einer Kamera, deren Bilder der Drohnenpilot in eine Datenbrille eingespielt bekommt. Außerdem wollten sie neuen Designs für neue Mantelpropellerantriebe entwickeln, sagt Projektleiter Garth Nicholson(öffnet im neuen Fenster) .



