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Drohne: Darpa lässt innovativen Senkrechtstarter bauen

Kippflügel und Elektropropeller: Die Darpa hat den Bau eines innovativen Flugzeugs in Auftrag gegeben. Der Senkrechtstarter soll unbemannt fliegen. Doch künftig sollen auch bemannte Flugzeuge mit dieser Technik ausgestattet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
VTOL X-Plane: nicht so bald reif für die Serienproduktion
VTOL X-Plane: nicht so bald reif für die Serienproduktion (Bild: Darpa)

Er sieht etwas merkwürdig aus, soll aber recht ungewöhnliche Flugeigenschaften haben: Das US-Unternehmen Aurora Flight Sciences hat einen unbemannten Senkrechtstarter für die Defense Advanced Research Project Agency (Darpa) entwickelt und soll ihn jetzt bauen. In zwei Jahren soll das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) erstmals abheben.

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Grund für das etwas merkwürdige Aussehen ist die Verteilung der Flügel: Die großen Tragflächen sind hinten, die kleinen vorn - Entenflugzeug oder Canard wird diese Bauart genannt. Alle vier Tragflächen sind kippbar. Für den Start und die Landung werden sie in eine senkrechte Stellung gebracht. Für den Horizontalflug werden sie dann in die Waagerechte gekippt. Außer senkrechten Starts und Landungen ermöglichen die Kippflügel auch, in der Luft zu stehen.

Aurora setzte sich gegen drei Konkurrenten durch

Vertical Takeoff and Landing Experimental Plane (VTOL X-Plane, experimenteller Senkrechtstarter) heißt das Programm, das die Darpa im Herbst 2013 eingerichtet hat. Anfang 2014 erhielten Aurora, Boeing, Karem und Sikorsky den Auftrag, Designstudien für VTOL X-Planes zu erstellen. Die ersten Flugtests des experimentellen Flugzeugs sollen 2018 stattfinden.

  • Das VTOL X-Plane stellt die Flügel senkrecht zum Starten und zum Schweben. (Bild: Darpa)
  • Im Flug werden die Flügel dann in die Waagerechte gebracht. (Bild: Darpa)
Das VTOL X-Plane stellt die Flügel senkrecht zum Starten und zum Schweben. (Bild: Darpa)

Angetrieben wird das UAV von 24 Mantelpropellern. In jeder der beiden Tragflächen sitzen neun Propeller, in jedem Entenflügel drei. Angetrieben werden sie jeweils von einem Elektromotor. Den Strom liefert ein Generator im Rumpf, der von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird. Der Generator liefert eine Leistung von 3 Megawatt.

Das VTOL X-Plane soll viel Nutzlast transportieren

Das VTOL X-Plane soll dauerhaft mit einer Geschwindigkeit von 300 bis 400 Knoten, 550 bis 740 km/h, fliegen. Das Gesamtfluggewicht soll zwischen 4,5 und 5,5 Tonnen betragen. Davon sollen laut den Vorgaben der Darpa 40 Prozent Nutzlast sein. Schließlich legt die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums Wert auf die Flugeigenschaften: Der Senkrechtstarter soll effizienter schweben, das Gleitverhältnis soll auf mindestens 10 erhöht werden.

Die VTOL-Technik soll zunächst an einem unbemannten Flugzeug getestet werden. Allerdings stellt sich die Darpa vor, dass künftig auch bemannte Flugzeuge mit Kippflügeln und einem Hybridantrieb ausgestattet werden. "Das VTOL X-Plane wird nicht in den nächsten Jahren reif für die Serienproduktion sein, aber es ist wichtig für künftige Einsatzmöglichkeiten", sagt Programmleiter Ashish Bagai. Ein solches Flugzeug sei leiser und verbrauche weniger Treibstoff, es benötige keine Landebahn und sei deshalb vielseitig einsetzbar.



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stoneburner 06. Mär 2016

weil du benzinmotoren nicht so schell in der leistung regeln kannst wie elektromotoren...

JouMxyzptlk 04. Mär 2016

Diese Flügelkonfiguration ähnelt einem Warbird...

dernurbs 04. Mär 2016

Der Ekranoplan war aber ein Bodeneffektflugzeug, daher war der Nutzlastanteil gemessen am...

thecrew 04. Mär 2016

Yup.. Große Spannweite + viele Propeller = Effizient.. nur leider meist auch langsam. ;-)


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