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Stonehenge unter die Grasnarbe geschaut

Die Forscher um Wolfgang Neubauer, Leiter des Wiener Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI Arch Pro), rücken zu ihren Grabungsstätten mit großer Ausrüstung an: einem Flugzeug mit einem Laserscanner (Airborne Laser Scanning, ALS), Suchgeräten und Fahrzeugen, um diese zu bewegen.

  • Das Monument Stonehenge in Südengland: Funde von der Steinzeit bis zum Stonehenge Free Festival (Foto: LBI Arch Pro)
  • Der Fuhrpark der Archäologen steht bereit. (Foto: LBI Arch Pro)
  • Das Magnetometer wird von einem Quad gezogen. Das ist 30 bis 50 km/h schnell. (Foto: LBI Arch Pro)
  • Sonst werde es langweilig, sagt Wolfgang Neubauer, Leiter des Wiener Ludwig Boltzmann Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie. (Foto: LBI Arch Pro)
  • Das Bodenradar reicht 3 Meter tief und liefert 3D-Ansichten des Untergrunds. (Foto: LBI Arch Pro)
  • Die Archäologen untersuchten ein 12 Quadratkilometer großes Gebiet... (Bild: LBI Arch Pro)
  • ...und fanden mehrere unbekannte Monumente. (Foto: LBI Arch Pro)
  • Die Ausgrabungsstätte Carnuntum wird auch mit dem Flugzeug untersucht. (Foto: LBI Arch Pro, Geert Verhoeven)
  • Luftbild und Laserscan veschaffen den Wissenschaftlern einen Überlick über die Fundstätte. (Bild: LBI/7reasons)
  • Das Forum von Carnuntum - Montage  aus Luftbild, Magnetik- und Radardaten (Bild: LBI Arch Pro, Klaus Löcker)
Das Monument Stonehenge in Südengland: Funde von der Steinzeit bis zum Stonehenge Free Festival (Foto: LBI Arch Pro)
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Im vergangenen Jahr untersuchten der Wiener Archäologe und seine englischen Kollegen der Universität von Birmingham mit dieser Ausrüstung Stonehenge in der südenglischen Grafschaft Wiltshire. Das Stonehenge Hidden Landscape Project war das größte Projekt dieser Art bisher.

Terrestrischer Laser scannt das Gelände

Zuerst scannten die Wissenschaftler das Gelände mit einem Laser - allerdings mit einem terrestrischen, der Einsatz von Flugzeugen sei nicht möglich gewesen, erzählt Neubauer Golem.de. Damit hätten sie ein hochauflösendes Geländemodell erzeugt, um alle Strukturen, die sich in der Topographie abzeichnen, zu erfassen.

Als Nächstes führten sie eine Magnetfeldmessung durch: Sie zeigt den Archäologen Eingriffe in den Boden wie Gräben oder Gruben, die später zugeschüttet wurden. Das Füllmaterial hat andere magnetische Eigenschaften und wird deshalb sichtbar.

Quad zieht Magnetometer

Das Magnetometer besteht aus acht Sensoren, die auf einem vierrädrigen Anhänger montiert sind - das Ganze erinnert ein wenig an ein Gerät aus der Landwirtschaft. Gezogen wird der Anhänger von einem Quad. Während der Fahrt messen die Sensoren in verschiedener Höhe über dem Erdboden alle 25 Meter. Ein solches Gespann ist flott unterwegs: Mit 30 bis 50 Kilometern pro Stunde seien die Wissenschaftler durch die südenglische Landschaft gefegt, sagt Neubauer. "Sonst wird's ja langweilig."

Etwas gemächlicher wird es dann bei der dritten Messung mit dem Bodenradar. Das ist ein Kasten auf Rädern, den ein kleiner Traktor vor sich herschiebt. Die Sensoren strahlen elektromagnetische Pulse in den Boden ab, die von den Schichtgrenzen reflektiert werden. Gemessen wird die Zeit vom Aussenden des Signals bis zum Empfang der verschiedenen Echos. Daraus wird dann ein dreidimensionales Bild des Untergrunds bis in drei Meter Tiefe erstellt.

Forscher finden unbekannte Monumente

Das Ergebnis überraschte die Wissenschaftler: Sie fanden unbekannte archäologische Strukturen und 17 Monumente. Darunter waren etwa ein 3 Kilometer langer und 100 Meter breiter Graben, mehrere Gräber sowie neue Funde im Bereich einer Wallanlage. Darin entdeckten die Forscher über 70 Gruben, die möglicherweise Fundamente für Holzpfosten oder Monolithe waren.

In dem vermessenen Bereich habe es praktisch keinen Ort ohne archäologische Denkmäler gegeben, erzählt Neubauer. "Diese Denkmäler kommen aus allen Zeiten. Das beginnt etwa 8.000 bis 7.000 vor Christus und geht bis heute. Die jüngsten Dinge, die wir gesehen haben, waren die Campingplätze vom Stonehenge Free Festival." - Das war ein Musikfestival, das zwischen 1972 und 1984 zur Sommersonnenwende in Stonehenge stattfand. Zu dem kostenlosen Konzert kamen bis zu 65.000 Besucher - die ebenso ihre Spuren hinterließen wie die Erbauer der Megalithanlage aus der Jungsteinzeit.

Ganz neu ist der Einsatz von Bodenradar oder Magnetometer indes nicht - sie gehören seit über 20 Jahren zum Instrumentarium der Archäologen. Allerdings waren sie früher nicht so schnell.

 Drohnen in PeruArchäologie wird schneller 
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der kleine boss 14. Feb 2015

wollte auch gerade auf #relefant ausbessern! #ZDFiscool

Moe479 14. Feb 2015

ich denke er meint eine beschleungite wiederverwertung im generellem, damit auch land...

MarcusG 13. Feb 2015

Ich denke Schreib und Dokumentationsarbeit fällt immer an. Wobei einige wohl wirklich die...


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