Drogeriemarkt: Rossmann beendet Kooperation mit Amazon Prime Now

Die zweitgrößte deutsche Drogeriemarktkette Rossmann beendet nach zwei Jahren wieder die Kooperation mit Amazon Prime Now. Der designierte Rossmann-Chef Raoul Roßmann sagte der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) , "dass diese spezielle Art der ultraschnellen Zustellung nach Bestellung von unseren Kunden nicht nachgefragt wird. Die Kunden gehen lieber in die Märkte und wollen keinen Aufpreis zahlen, um sich die Sachen ins Büro liefern zu lassen." Amazon bestätigte das Ende.
Im August 2017 hatte Rossmann angekündigt, seine Waren auch bei Amazon anzubieten. Der Lieferdienst Prime Now ist weiterhin nur in den Städten Berlin und München verfügbar.
Mit Prime Now bietet Amazon eine besonders schnelle Lieferung. Das Sortiment von Prime Now ist deutlich kleiner als das sonstige Amazon-Angebot: Über 5.000 Produkte von Rossmann sind im Angebot. Generell steht der Dienst nur Prime-Abo-Kunden zur Verfügung, und es gibt einen Mindestbestellwert von 20 Euro. Prime-Now-Bestellungen werden ohne weitere Kosten innerhalb eines Zeitfensters von zwei Stunden ausgeliefert.
Amazon und das Darknet
Wer es noch eiliger hat, kann eine Zustellung innerhalb einer Stunde wählen, das kostet dann 6,99 Euro pro Lieferung. Generell werden Prime-Now-Bestellungen von Montag bis Samstag jeweils in einem Zeitfenster von 8 bis 24 Uhr ausgeliefert.
Raoul Roßmann forderte trotz der laufenden Zusammenarbeit bereits im Sommer 2018 ein hartes Vorgehen gegen dubiose Händler auf Amazon Marketplace. "Wenn ein Produkt hundert Ein-Stern-Bewertungen hat und Kunden über massive Probleme berichten, müsste es doch eigentlich aus dem Handel genommen werden" , sagte er. "Das ist skandalös, was wir zum Teil auf dem Amazon Marketplace gefunden haben, das ist ja fast wie im Darknet."



