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Drogenhandel: Weltweit größter Darknet-Marktplatz Alphabay ausgehoben

Ermittlungsbehörden in verschiedenen Ländern haben mehrere Darknet-Marktplätze dichtgemacht. Neben Alphabay ist auch Hansa Market betroffen.

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Alphabay war vor seiner Zerschlagung der größte Kryptomarkt im Netz.
Alphabay war vor seiner Zerschlagung der größte Kryptomarkt im Netz. (Bild: Alphabay)

Das US-Justizministerium hat einen Schlag gegen mehrere Online-Handelplätze im sogenannten Darknet bestätigt. Neben der weltgrößten Handelsplattform Alphabay sei auch der niederländische Hansa Market geschlossen worden, teilte Justizminister Jeff Sessions am Donnerstag mit. An den Ermittlungen waren demnach Behörden aus den USA, Thailand, den Niederlanden, Litauen, Kanada, Großbritannien, Frankreich sowie von Europol beteiligt.

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Möglich wurde der Erfolg offenbar dadurch, dass die Ermittler den kanadischen Betreiber von Alphabay, Alexandre Cazes, Anfang Juli 2017 in Thailand ausfindig gemacht hatten. Der 25-jährige soll sich wenige Tage nach seiner Festnahme in einem thailändischen Gefängnis erhängt haben, was das US-Justizministerium nun bestätigte. Cazes verriet sich Gerichtsunterlagen zufolge offenbar dadurch, dass er eine verräterische E-Mail-Adresse in einer Willkommensmail für neue Nutzer angegeben hatte.

Angeblich 200.000 Nutzer

Bei Cazes' Festnahme am 5. Juli sollen die Ermittler zudem auf dem eingeschalteten und unverschlüsselten Laptop die Passwörter für die Alphabay-Webseiten sowie die Server gefunden haben. Dadurch hätten alle Informationen sowie Kryptowährungen sichergestellt werden können. Cazes soll über Vermögenswerte in Höhe von 23 Millionen US-Dollar verfügt haben, darunter einen Lamborghini.

Alphabay war im vergangenen Jahr durch eine Sicherheitslücke aufgefallen, die eigentlich private Nachrichten von Nutzern über eine falsch konfigurierte API auch für Angreifer lesbar machte. Zudem hatte es im Forum des Marktplatzes gefährliche Anonymisierungstipps gegeben.

Alphabay war im Jahr 2014 nach der Zerschlagung von Silk Road gegründet worden. Eigenen Angaben zufolge hatte der Marktplatz etwa 200.000 Nutzer und 40.000 Anbieter. Zum Zeitpunkt der Zerschlagung seien 250.000 Angebote für illegale Drogen und giftige Chemikalien dort gelistet worden, berichtete das US-Justizministerium. Mehr als 100.000 Angebote habe es demnach für gestohlene und gefälschte Identifikationsdokumente und Zugangsgeräte, gefälschte Waren, Malware und andere Hacker-Tools, Schusswaffen und betrügerische Dienste gegeben. Bei Silk Road seien es zum Zeitpunkt der Zerschlagung hingegen nur 14.000 Angebote für illegale Güter und Dienste gewesen.

Anteil am gesamten Handel offenbar gering

Sessions sprach von einer der "wichtigsten Ermittlungen" des Jahres gegen den größten Darknet-Handelsplatz der Geschichte. "Das Darknet ist kein Ort zum Verstecken. Das Ministerium wird weiterhin Kriminelle, Drogenhändler und ihre Unterstützer finden, festnehmen, verfolgen, verurteilen und inhaftieren, wo immer sie sind", sagte der Justizminister, dem US-Präsident Donald Trump am Vortag öffentlich sein Misstrauen ausgesprochen hatte.

Trotz ihrer Größe scheinen die Handelsplätze im Darknet nur einen geringen Anteil am weltweiten Drogenhandel auszumachen. Eine Studie der Rand Corporation hatte im vergangenen Jahr die Auffassung widerlegt, dass sich der Drogenhandel bereits substanziell ins Netz verlagert habe. Die Autoren der Studie schätzten damals den Umsatz der Kryptomärkte mit Drogen auf 12,6 bis 18,7 Millionen Euro im Monat. Verglichen mit den zwei Milliarden Euro Umsatz im Offline-Drogenhandel bedeutete das einen Anteil von weniger als einem Prozent.

Laut deepdotweb.com sind die größten Darknet-Marktplätze derzeit Dream Market, Valhalla und Hansa Market. Letzterer ist jedoch nicht identisch mit dem zuletzt geschlossenen Angebot. Die Fluktuation bei den Märkten ist allerdings groß, wie die Changelogs der Seite zeigen.



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Yian 23. Jul 2017

selber verurteilen, statt erst ein Gericht zu bemühen. Warum nicht gleich...

Komischer_Phreak 22. Jul 2017

Ich weiß. Ist aber ziemlich selten. Da mittlerweile belegt ist, das der Reporter mit...

Erny 21. Jul 2017

Verstehe, danke dafür. Ich dachte mir schon, dass es ja irgendeinen Austausch bezüglich...

Cok3.Zer0 21. Jul 2017

Ein Nachteil wäre (wie bei Casinos) die Geldwäschemöglichkeit, was auch Bankprobleme...

AllDayPiano 21. Jul 2017

Völlig unmöglich ... wo wurde das nochmal gesagt? Ach richtig; bevor die Titanic sank...


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