DRM-Prozess: Apple wehrt Millionenklage ab

Apple habe mit seinem Kopierschutz in iTunes und dem iPod nicht gegen Wettbewerbsregeln verstoßen. Das haben die Geschworenen in einem Zivilprozess entschieden. Die Kläger wollen in Berufung gehen.

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Gegen Apple läuft eine Sammelklage.
Gegen Apple läuft eine Sammelklage. (Bild: Free Software Foundation/GNU Freie Dokumentationslizenz)

Das von Apple verwendete Digital Rights Management in iTunes und den iPods sei eine legitime Maßnahme zum Schutz seiner Produkte. Das entschieden die acht Geschworenen in einer Zivilklage. Damit entgeht Apple in erster Instanz einer Strafe über 350 Millionen US-Dollar. 8 Millionen Käufer hatten sich zu einer Sammelklage vereint. Deren Anwälte wollen jetzt in Berufung gehen.

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Die Geschworenen in einem kalifornischen Bezirksgericht in Oakland folgten damit der Argumentation der Verteidiger Apples, der Konzern habe den Kopierschutz eingesetzt, um seine Geräte gegen Hacker und schlechte Produkte von Drittanbietern verteidigen zu wollen, die seine Geräte unbrauchbar gemacht hätten. Außerdem habe Apple so das Vertrauen der Musikindustrie gewinnen wollen, die auf einen Kopierschutz bestanden hatte.

Die Kläger bezichtigen Apple, mit seinem Kopierschutz die Preise für seine iPods jahrelang künstlich hochgehalten zu haben. Mit dem für iPods entwickelten Digital Rights Management (DRM) habe Apple verhindert, dass Angebote von Konkurrenten wie Real Networks auf Apples tragbarem Musikplayer abgespielt werden konnten. In frühen Versionen des iPods war das noch möglich. Die Kläger hatten allesamt ihre iPods zwischen 2006 und 2009 erworben.

Apples Anwälte argumentierten, der Konzern habe keine Monopolstellung im Bereich digitalisierter Musik und deshalb keine legale Verpflichtung, für eine Kompatibilität mit Produkten der Konkurrenz zu sorgen. Apple habe das Recht gehabt, seine iTunes-Software so zu verbessern, dass die iPods sicherer würden und sie vor Schäden zu schützen, die die Software von Real Networks verursacht haben soll. Der von Real Networks entwickelte Real Player habe eine Gefahr für die Benutzererfahrung und die Qualität der iPods dargestellt.

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Der ehemalige Apple-Mitarbeiter Rod Schultz hatte vor Gericht ausgesagt, dass alles aus der iTunes-Welt herausgehalten werde, das nicht direkt von Apple stamme. Das Ziel von Apple war es demnach, ein geschlossenes System aus iPod und iTunes für den digitalen Musikvertrieb zu etablieren.

Später entfernte Apple seinen Kopierschutz wieder. Inzwischen lässt sich über iTunes erworbene Musik auf anderen Playern abspielen, sofern sie das Format beherrschen. In Apples Soft- und Hardware arbeitet die Datenbank weiterhin mit internen Prüfsummen, was den Einsatz von Drittsoftware zum Bespielen der iPods erschwert.

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