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DRM: Mit Mindstorm gegen den Kindle-Kopierschutz

Der Österreicher Peter Purgathofer hat einen Scanner entwickelt, der E-Books auf dem Kindle in einfache Textdateien wandelt. Mit dem Gerät will er gegen den Verlust der Rechte von E-Book-Käufern protestieren.

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DRM: Mit Mindstorm gegen den Kindle-Kopierschutz
(Bild: Peter Purgathofer/Screenshot: Golem.de)

Anders als viele Konkurrenten setzt Marktführer Amazon bei E-Books nicht auf das offene ePub-Format, sondern auf das Format .azw, das nur Amazons E-Book-Reader Kindle versteht. Das Problem: Viele E-Books werden exklusiv für Kindle angeboten und bleiben den Besitzern anderer E-Book-Reader vorenthalten. Ein österreichischer Wissenschaftler wollte sich damit nicht abfinden. Er hat eine Möglichkeit gefunden, E-Books für den Kindle auch für andere Geräte nutzbar zu machen.

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Allerdings hat sich Peter Purgathofer nicht daran gemacht, den Kopierschutz zu knacken. Er umgeht ihn einfach: Der Informatiker an der Technischen Universität in Wien hat aus einem Kindle, einem Mac-Notebook und einem Lego-Mindstorm-Bausatz einen Scanner entwickelt, der Kindle-E-Books abfotografiert.

Der Kindle steht vor dem Rechner auf einem aus Lego gebauten Gerüst. An dem Gerüst sind zwei bewegliche Arme angebracht. Der eine betätigt auf dem E-Book-Reader die Taste zum Umblättern, der andere drückt die Leertaste auf der Tastatur des Computers und löst so die integrierte Kamera des Computers aus, die die aktuelle Seite des Kindles abfotografiert. Das Bild wird dann zu einem Cloud-basierten Dienst zur Texterkennung geschickt, der daraus eine Textdatei extrahiert.

Kunstprojekt

Purgathofer versteht seine Konstruktion als Kunstprojekt, das die Verbindung des Scannens von Büchern, des Urheberrechts und des digitalen Rechtemanagements reflektiert. Es solle "nicht als Anleitung oder Einleitung verstanden werden, sondern vielmehr als ein provokatives Gedankenexperiment", schreibt der Wissenschaftler.

Er wehre sich gegen den Verlust der Rechte von E-Book-Besitzern. Tatsächlich seien die ja keine Besitzer mehr, sondern lediglich "Lizenznehmer des Buches", sagte Purgathofer dem Wall-Street-Journal-Blog All Things D.

Protest gegen Bezos

Purgathofer versteht seine Aktion explizit als Protest gegen Jeff Bezos. 2002 habe sich der Amazon-Chef noch vehement für die Rechte der E-Book-Käufer starkgemacht. Diese müssten das Recht haben, ein E-Book wie ein gedrucktes Buch auszuleihen, zu verkaufen oder zu verschenken, schrieb er in einem offenen Brief an die US-Autorenvereinigung Author's Guild.

Wenige Jahre später habe sein Unternehmen selbst ein Gerät auf den Markt gebracht, das genau diesen Forderungen widerspreche. Der Kindle-Scanner sei "eine Kunstinstallation, die den Verlust der Rechte widerspiegelt, die Jeff Bezos erst für uns verteidigt hat, bevor er sich entschied, sie zu beseitigen".

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Wirbelpsychologe 11. Sep 2013

Wer sich aus Protest einen Roboter aus Blech baut, der wird nicht weit kommen. Das selbe...

Der mit dem Blubb 10. Sep 2013

Hätte man wohl nicht - aber vielleicht noch mal die News lesen.

ichbinsmalwieder 10. Sep 2013

Das stimmt in Deutschland nicht. Dir gehört sehr wohl die Kopie des Inhalts, inklusive...

spiegelbest 10. Sep 2013

Warum nicht einen Leiharbeiter anstellen, der die Knöpfe drückt und mit dem Reader vor...

vol1 10. Sep 2013

+1. Ich würde nie Ebooks kaufen, die an einen Account gebunden sind. Auch bei Spielen...


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