DRM: Intels Linux-Treiber könnten deutlich schneller werden

Mit einer kleinen Veränderung in der Art und Weise, wie der Linux-Kerneltreiber Intels Grafikhardware einstellt, könnte die Leistung zum Beispiel von Left 4 Dead 2 um bis zu 25 Prozent gesteigert werden. Bei Counter-Strike GO soll die Steigerung bis zu 20 Prozent betragen und in dem Benchmark Lightsmark mit einer HD 4600 gar 60 Prozent. Das berichtet die auf 3D-Treiber spezialisierte Unternehmensberatung Lunarg(öffnet im neuen Fenster) .
In einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) schreibt das Unternehmen, dass diese Tests erst vor kurzem auf der eigenen Infrastruktur durchgeführt worden seien, und die angegebenen Werte für die standardmäßigen Mesa-Treiber gelten würden. Bevor ein aktualisierter Treiber reif genug für den Einsatz sei, müsse aber wohl noch einiges an Arbeit geleistet werden, vermutet das Team. Die notwendige Änderung betrifft dabei den Intel-DRM-Treiber, sodass ein Kernel-Patch erstellt werden muss, der derzeit noch nicht zur Verfügung steht.
Lunarg arbeitet im Auftrag von Valve und Intel unter anderem an der 3D-Grafikbibliothek Mesa sowie den freien Treibern und erläutert, dass trotz monatelanger Arbeit an einem verbesserten Shader-Compiler-Stack keine Leistungssteigerungen durch die verbesserte Code-Generierung zu beobachten gewesen seien. Dank weiterer Tests konnten die Entwickler einen großen Leistungsabfall der Hardware-Sampler unter Linux im Vergleich zu dem OpenGL-Treiber unter Windows feststellen.
Bei der weitergehenden Suche in Zusammenarbeit mit den Hardware-Ingenieuren von Intel wurden der Grund für diese Leistungsunterschiede sowie schließlich eine Lösung gefunden. Wann der entsprechende Patch für den DRM-Treiber verfügbar wird, ist noch nicht bekannt.