DLR: Drohne landet auf fahrendem Auto

Eine autonom fliegende Drohne des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt(öffnet im neuen Fenster) ist ohne menschliche Hilfe auf einem fahrenden Auto gelandet. Das Luftfahrzeug flog mit 75 km/h, als es auf dem Autodach beziehungsweise einem darauf gespannten Netz landete.

Das spielerisch wirkende Manöver verfolgt einen ernsten Zweck. Damit wurde demonstriert, wie leicht Solarflugzeuge in Katastrophengebieten Lagebilder aufnehmen können. Das Wort "leicht" ist hier entscheidend, denn durch das Weglassen der Landevorrichtung steigt die Nutzlast.
Das vom DLR-Institut für Robotik und Mechatronik erprobte, rund 20 Kilogramm schwere Fluggerät landete auf dem Dach eines PKW, auf dem mehrere optische Marker angebracht worden waren. Die Landeplattform war vier mal fünf Meter groß.
Je leichter ein solches Solarflugzeug ist, desto länger kann es in der Luft bleiben. Auch normalerweise notwendige Versteifungen in der Struktur des Fluggeräts könnten eingespart werden.
Außerdem erprobten die Forscher, wie das Landen mit Seitenwind möglich ist, der besonders bei schlechtem Wetter vorherrscht.