Abo
  • IT-Karriere:

Drive PX 2 angeschaut: Hinter den Kulissen von Nvidias Automodul

Das Drive PX 2 ist Nvidias Lösung für autonom fahrende Autos. Das Hardwaremodul hat genügend Rechenleistung, um die komplexen Sensordaten auszuwerten und Fahrwege zu berechnen. Wie diese Daten verwertet werden, hat sich Golem.de genauer angeschaut.

Artikel von veröffentlicht am
Nvidias Modul für autonome Autos - das Drive PX 2
Nvidias Modul für autonome Autos - das Drive PX 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nvidia konzentriert sich bei der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) komplett auf das Thema intelligentes und autonomes Fahren: Das Highlight der Pressekonferenz war das Hardwaremodul Drive PX 2, das, in ein Fahrzeug eingebaut, die Sensordaten auswerten und die für das autonome Fahren notwendigen komplexen Berechnungen durchführen soll.

Inhalt:
  1. Drive PX 2 angeschaut: Hinter den Kulissen von Nvidias Automodul
  2. Die Datenflut muss verständlich dargestellt werden

Das Modul ist für das, was es leistet, sehr klein: Es ist ungefähr so groß wie eine Zigarrenkiste und passt daher unauffällig in den Kofferraum. Im Drive PX 2 laufen die Daten der Kameras, die in die Karosserie des autonom fahrenden Wagens eingebaut sind, und die Lidar-Daten zusammen und werden für die Berechnungen des Fahrtweges verwendet.

  • Das Drive PX 2 von Nvidia (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Bild der Frontkamera eines mit für autonomes Fahren ausgestatteten Wagens. Die bunten Querstreifen sind Lidar-Erfassungen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein mit Kameras und Sensoren ausgestatteter Mercedes Benz (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die vereinfachte Darstellung der aufgrund der Sensordaten ermittelten Fahrwege, wie sie in Zukunft in autonomen Autos zu finden sein könnte (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Drive PX 2 in seiner Box (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Drive PX 2 von Nvidia (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In verschiedenen Videos hat uns Nvidia gezeigt, wie aus diesen Daten in Echtzeit permanent mögliche Routen berechnet werden. Auf der Autobahn beispielsweise ermittelt Nvidias System permanent die Bewegungen der anderen Verkehrsteilnehmer und berechnet ständig neue Trajektorien für das Fahrzeug.

Ausweichrouten werden ständig berechnet

Sobald eine der möglichen Wegberechnungen nicht mehr durchführbar ist - etwa weil ein anderes Auto den Weg versperrt -, wird die Berechnung verworfen und eine neue begonnen. Bildlich werden diese verworfenen Trajektorien rot dargestellt; da die Berechnungen permanent laufen, gehen vom eigenen Wagen in der Darstellung immer mindestens zehn rote Linien aus - das Drive PX 2 ist ständig am Berechnen von neuen Wegen.

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Nürnberg
  2. BWI GmbH, Bonn

Die Latenz bei der vom System ausgeführten Bewegung des Wagens beträgt Nvidia zufolge 20 Millisekunden. Dieser Zeitrahmen muss möglichst kurzgehalten werden, damit das System im Ernstfall schnell reagieren kann. Die ständigen Berechnungen sollen dafür sorgen, dass immer ein Ausweichweg bei plötzlichen Hindernissen verfügbar ist. Mit den zahlreichen Kameras und Lidar-Sensoren sowie der niedrigen Latenzzeit können derartig autonom pilotierte Fahrzeuge theoretisch schneller und sicherer reagieren als ein menschlicher Fahrer.

Die Datenflut muss verständlich dargestellt werden 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 26€ (ohne Prime oder unter 29€ zzgl. Versand) - Bestpreis!
  2. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Edifier R1700BT für 114,90€ + Versand)
  4. Notebooks, PCs und Monitore reduziert

Atalanttore 16. Jan 2016

Kundenverarsche hat bei beiden Unternehmen eine langjährige Tradition.

grmpf 15. Jan 2016

Jensen hat bei der Präsentation zwei Mal gesagt, dass er ein PX2 mit Pascal chips in der...

Ach 11. Jan 2016

Wenn schon der gesamte Verkehr digital erfasst wird, dann kann man sich die Perspektive...

Bouncy 10. Jan 2016

Nein, war was da nicht. Und was da war, war ein rein mechanisches Klemmen, das absolut...

Peter(TOO) 09. Jan 2016

Die VWs nur auf dem Papier und im Prüfstand! ;-)


Folgen Sie uns
       


Backup per Band angesehen

Das Rattern des Roboterarms und Rauschen der Klimaanlage: Golem.de hat sich Bandlaufwerke in Aktion beim Geoforschungszentrum Potsdam angeschaut. Das Ziel: zu erfahren, was die 60 Jahre alte Technik noch immer sinnvoll macht.

Backup per Band angesehen Video aufrufen
Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


      •  /