Drive AGX: Nvidias Auto-Modul nutzt Turing-GPUs

Mit dem Drive AGX hat Nvidia eine Plattform, die unter anderem von Volvo für autonome Level-2-Fahrzeuge verwendet wird. Sie setzt auf zwei Turing-GPUs, um den notwendigen Rechenaufwand zu bewältigen.

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Unterschiedliche AGX-Plattformen auf einen Blick
Unterschiedliche AGX-Plattformen auf einen Blick (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Nvidia-Chef Jensen Huang hat angekündigt, dass mehrere Partner wie Continental, Veoneer und Volvo die Plattformen namens Drive AGX Xavier oder Drive AGX Pegasus künftig in ihren Modellen einsetzen werden. So plant Continental die in dieser Form nicht spezifizierte Stufe 2+ bis zu Stufe 4 für autonomes Fahren im Jahr 2021, da laut Nvidia die Kapazitäten von Drive AGX über Level 2 hinausgehen. Veoneer wird auf der zweiten Stufe arbeiten, wohingegen Volvo auf Stufe 2+ setzt, ohne ein genaueres Datum zu nennen. Tatsächlich hatte Nvidia diese Partnerschaften zu früheren Zeitpunkten bereits genannt, sie wurden im Zuge der Plattform-Neubenennung aber wieder aufgegriffen.

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Hinter Drive AGX verbirgt sich nämlich das bisherige Drive PX, die Abkürzung steht für Autonomous GPU Acceleration, wobei das Letztere im Englischen einem gesprochenen X entspricht. Folgerichtig ist DGX die Datacenter GPU Accerleration, da Systeme wie das DGX-2 die Server-Infrastruktur stellen. Beim Drive AGX Xavier nutzt Nvidia das gleichnamige SoC mit Carmel-ARM-Kernen und Volta-Grafikeinheit, beim Drive AGX Pegasus zwei Xavier und zwei zusätzliche GPUs. Bisher bezeichnete der Hersteller diese nur als Next-Gen-Tensor-Chips, nun wurde Turing als Design bestätigt - jedoch ohne den Typ auf etwa TU106 einzuschränken.

Autonomiestufe 2 weisen die meisten aktuellen Oberklassewagen auf, sie beinhaltet eine Erfassung von Straßenschildern und nutzt Karten zur Geschwindigkeitsanpassung sowie Abstandsmessung, es gibt einen Stauassistenten und selbstlenkendes Fahren mit Spurführung respektive automatischer Spurwechsel. Aber: Der Fahrer muss jederzeit in der Lage sein, die Kontrolle zu übernehmen. Bei Mercedes' S-Klasse etwa warnt das System bereits nach 15 Sekunden. Laut Nvidia ist Stufe 2+ ein robusteres Level 2, weil mehr Rechenleistung bei gleicher Sensorik bereitstehen würde. Theoretisch sei auch eine Software-Aktualisierung für Stufe 4 möglich, sofern Kameras, Lidar und Radar entsprechend gegeben sind.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Nvidia an der GTC Europe in München teilgenommen, die Reisekosten wurden zur Gänze von Nvidia bezahlt. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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