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Dringend patchen: Kritische VMware-Lücke lässt Hacker aus VMs ausbrechen

Security-Alert
In VMware ESX klafft eine kritische Sicherheitslücke, mit der Angreifer aus VMs ausbrechen und potenziell ganze Cloudumgebungen kapern können.
/ Marc Stöckel
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Admins sollten dringend ihre VMware-Instanzen patchen. (Bild: LLUIS GENE/AFP via Getty Images)
Admins sollten dringend ihre VMware-Instanzen patchen. Bild: LLUIS GENE/AFP via Getty Images

Das Halbleiter- und Softwareunternehmen Broadcom hat fünf Sicherheitslücken in seinen VMware-Produkten geschlossen. Dazu zählt auch eine kritische Lücke, mit der Angreifer aus virtuellen Maschinen ausbrechen und eigenen Code auf dem Hostsystem zur Ausführung bringen können. Admins sollten ihre VMware-Instanzen zügig aktualisieren, um entsprechenden Attacken zuvorzukommen.

Die VM-Escape-Lücke ist als CVE-2026-47876 registriert und erreicht mit einem CVSS-Wert von 9,3 einen kritischen Schweregrad. Ursache sind laut Beschreibung(öffnet im neuen Fenster) mögliche Schreibzugriffe außerhalb eines zulässigen Bereichs über den VMXNET3-Netzwerkadapter in VMware ESX.

Angreifer brauchen für eine erfolgreiche Ausnutzung zwar Adminrechte innerhalb einer VM, in Hosting- und Cloudumgebungen liegen die aber häufig vor. Ein Ausbruch aus einer solchen VM würde einem Angreifer Zugriff auf das Hostsystem gewähren, wodurch er potenziell auch mit darauf laufenden VMs anderer Kunden interagieren kann.

Weitere VMware-Lücken

Neben CVE-2026-47876 hat Broadcom noch zwei weitere kritische Lücken geschlossen, die jeweils VMware vCenter betreffen und einen CVSS-Wert von 9,8 erreichen. Eine davon ermöglicht eine Umgehung der Authentifizierung (CVE-2026-59309). Die andere ist eine Directory-Traversal(öffnet im neuen Fenster)-Lücke (CVE-2026-59310), mit der Angreifer unrechtmäßig auf bestimmte Verzeichnisse zugreifen und eigenen Code zur Ausführung bringen können.

Zwei weitere von Broadcom gepatchte Lücken beziehen sich wiederum auf VMware ESX. Eine davon ermöglicht Lesevorgänge außerhalb vorgegebener Grenzen (CVE-2026-41703) und erreicht einen hohen Schweregrad (CVSS: 7,6). Die letzte betrifft lediglich fehlende Protokolleinträge, der Schweregrad ist entsprechend niedrig (CVSS: 2,7).

Zusammen wirken sich die fünf Sicherheitslücken auf die VMware-Produkte ESX, vCenter, Workstation, Fusion, Cloud Foundation, vSphere Foundation und Telco Cloud Platform/Infrastructure aus. Die jeweils anfälligen und gepatchten Versionsnummern unterscheiden sich je nach Produkt und Lücke. Auflistungen sind in der Meldung von Broadcom(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine Warnung vor den VMware-Lücken herausgegeben(öffnet im neuen Fenster).


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