Dreo-Nebelventilator im Test: Was taugt ein Wassernebel-Ventilator bei der nächsten Hitzewelle?
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In den letzten Jahren ist ein Schauspiel in Deutschland zuverlässig zu beobachten: Sobald es Sommer wird und die Temperaturen steigen, sind preiswerte Klimaanlagen schnell vergriffen. Für eine rechtzeitige und geeignete Kühlung gilt es also, antizyklisch einzukaufen – was viele aber leider oft zu spät feststellen.
Neben Klimaanlagen schlägt aktuell auch die Stunde der Ventilatoren und sogenannten Verdunstungskühlern, die ohne Kompressor und Kühlaggregat Kühlung versprechen. Ich habe während der jüngsten Berliner Hitzewelle mit bis zu 41 °C Außentemperatur den Dreo Turbocool 765S(öffnet im neuen Fenster) getestet, einen Nebelventilator.
Er basiert auf dem Prinzip der Verdunstungskühlung, genauer gesagt: der Verdampfungsenthalpie(öffnet im neuen Fenster). Vereinfacht gesprochen wird dabei Wasser verdampft, was Energie benötigt. Sie wird der Umgebungsluft entzogen, was zu einer Abkühlung derselben führt. Das Prinzip untersucht die TU Dresden aktuell für die Kühlung von Gebäuden in der Stadt.
Zerstäuber produziert feinen Wassernebel
Beim Turbocool 765S werden mit einem Ultraschallzerstäuber 17 µm kleine Tropfen erzeugt, die in den Luftstrom geleitet werden. Damit unterscheidet sich das Gerät von anderen Verdunstungskühlern, die Luft über mit Wasser getränkte Lamellen führen. Durch die feinen Tropfen soll mehr Wasser verdunsten und der Effekt theoretisch besser sein.
Der Hersteller verspricht auf seiner Webseite dadurch einen Kühleffekt von bis zu 6 °C. Wer sich schon einmal mit mobilen Klimaanlagen beschäftigt hat, wird bei dieser Zahl die Stirn runzeln. 6 °C wären selbst bei einer Monoblock-Klimaanlage (die zugegebenermaßen nicht sonderlich effizient, aber eine Klimaanlage ist) ein anständiger Wert. Ich bin also zugegebenermaßen etwas skeptisch in den Test gegangen – und hatte damit zumindest teilweise recht, wie sich zeigen wird.
Aber der Reihe nach: Der Turbocool 765S ist ein klassischer Turmventilator, bei dem der Luftstrom durch eine Walze mit Lamellen und nicht durch einen Propeller erzeugt wird. Das macht ihn etwas unauffälliger, Dreo bietet aber auch Nebelventilatoren mit Propellern an. Äußerlich sieht der Turbocool 765S wie ein herkömmlicher Turmventilator aus, mit einem Unterschied: dem Wassertank in der Basis.
In den Tank können bis zu fünf Liter Wasser eingefüllt werden, die durch einen Zerstäuber in winzige Wassertröpfchen verwandelt werden. Dafür wird ein Ultraschall-Zerstäuber in das Wasser gelegt. Die Konstruktion wirkt auf mich etwas improvisiert, da der Zerstäuber im Wasser schwimmt und von einem losen Plastikdeckel abgedeckt wird – das muss aber so sein: Der Wassernebel wird im Wassertank erzeugt und anschließend über einen separaten Kreislauf nach oben geleitet.


