Dreidimensionaler Druck: Drohnenschwärme werden zu Baumeistern

Fliegende Roboter lassen sich zum Bauen und Reparieren einsetzen, vor allem dort, wo Menschen es schwer haben hinzukommen.

Artikel veröffentlicht am , Wolfgang Kempkens
Könnte möglich werden: Drohnen übernehmen Bauarbeiten und Reparaturen im 3D-Druck.
Könnte möglich werden: Drohnen übernehmen Bauarbeiten und Reparaturen im 3D-Druck. (Bild: Empa)

Die Arbeit der Maurer und anderer Bauarbeiter übernimmt künftig ein Drohnenschwarm, der sich untereinander verständigt. Unter menschlicher Kontrolle drucken sie in Teamarbeit ganze Bauwerke oder reparieren Teile davon, die der Zahn der Zeit angeknabbert hat. Die Drohnen hat ein internationales Forschungsteam um den Drohnenexperten Mirko Kovac von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf, der auch Professor am Imperial College London ist, entwickelt.

Inspiriert von Bienen und Wespen

Stellenmarkt
  1. Anwendungsbetreuer (m/w/d) SAP HCM
    WITRON Gruppe, Parkstein (Raum Weiden / Oberpfalz)
  2. SAP Basis Administrator (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim (Home-Office)
Detailsuche

Der 3D-Druck gewinnt in der Bauindustrie zunehmend an Bedeutung. Sowohl auf Baustellen als auch in Fabriken drucken stationäre und mobile Roboter bereits Bauteile aus Stahl und Beton. Ein neuer Ansatz für die auch additive Fertigung genannte Technik setzt fliegende Roboter ein, Drohnen, die kollektive Baumethoden anwenden - inspiriert von natürlichen Baumeistern wie Bienen und Wespen.

Arbeiterdrohnen und fliegende Kontrolleure

Das System mit dem Namen "Aerial Additive Manufacturing" (Aerial-AM) besteht aus einer Flotte von Drohnen, die nach einem einzigen Bauplan zusammenarbeiten. Dazu gehören so genannte "BuilDrones", die während des Fluges Materialien drucken und an den vorgesehenen Stellen platzieren, und "ScanDrones". Die "ScanDrones" fungieren als Qualitätskontrolleure, erfassen kontinuierlich die Leistungen der "BuilDrones" und geben die kommenden Fertigungsschritte vor.

Ein menschlicher Controller kann eingreifen

Das Aerial-AM-System ist so konzipiert, dass die Drohnen ihre Tätigkeit im Laufe des Bauprozesses an die unterschiedlichen Geometrien der Struktur anpassen können. Sie agieren während ihres Flugeinsatzes autonom, doch es gibt einen menschlichen Controller, der den Prozess beobachtet und bei Bedarf auf der Grundlage der von den Drohnen gelieferten Informationen Anpassungen vornimmt.

Zwei Zylinder als Beweis

Golem Karrierewelt
  1. Deep-Dive Kubernetes – Production Grade Deployments: virtueller Ein-Tages-Workshop
    08.11.2022, Virtuell
  2. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    21.-23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Um das Konzept zu testen, entwickelten die Forscher vier Mischungen für den drohnengestützten Bau von Objekten. So entstanden ein rund zwei Meter hoher Zylinder aus 72 Schichten eines Schaumstoffs auf Polyurethanbasis sowie ein 18 Zentimeter hoher Zylinder aus 28 Schichten eines eigens entwickelten zementartigen Materials - die allerdings noch von der Qualität her zu wünschen übrig ließen. Trotzdem sind die Forscher zuversichtlich, dass die Drohnen eines Tages tatsächlich Gebäude drucken, die auch ästhetischen Ansprüchen gerecht werden. "Unsere Lösung könnte das Bauen und Reparieren in schwer zugänglichen Bereichen wie Hochhäusern erleichtern", so Kovac. Jetzt soll die Technik gemeinsam mit Bauunternehmen praxisreif gemacht werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
E-Mail-Hosting
"Wir haben laufend Probleme mit GMX und Web.de"

Probleme, wie sie die Bahn jüngst mit GMX und Web.de hatte, kennt der Mailprovider Tinc schon lang. Antworten bleibe GMX schuldig, sagt uns der CEO.
Ein Interview von Moritz Tremmel

E-Mail-Hosting: Wir haben laufend Probleme mit GMX und Web.de
Artikel
  1. Europaparlament: Europäische Seekabel sollen militärisch geschützt werden
    Europaparlament
    Europäische Seekabel sollen militärisch geschützt werden

    Eine Studie für das Europaparlament fordert einen besseren militärischen Schutz von Glasfaser-Seekabeln. Es gebe eine größere Anzahl "sehr verwundbarer" Stellen.

  2. Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor: KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer
    Copilot, Java, RISC-V, Javascript, Tor
    KI macht produktiver und Rust gewinnt wichtige Unterstützer

    Dev-Update Die Diskussion um die kommerzielle Verwertbarkeit von Open Source erreicht Akka und Apache Flink, OpenAI macht Spracherkennung, Facebook hilft Javascript-Enwicklern und Rust wird immer siegreicher.
    Von Sebastian Grüner

  3. Ello LC1: Bastler baut 8-Bit-Computer in Kreditkartengröße
    Ello LC1
    Bastler baut 8-Bit-Computer in Kreditkartengröße

    Der Ello LC1 ist dank cleverer Konstruktion nur unwesentlich dicker als eine Platine und bietet einen Basic-Interpreter sowie ein LC-Display.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV 2022 65" 120 Hz 1.799€ • ASRock Mainboard f. Ryzen 7000 319€ • MindStar (G.Skill DDR5-6000 32GB 299€, Mega Fastro SSD 2TB 135€) • Alternate (G.Skill DDR5-6000 32GB 219,90€) • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /