Drei Länder: Private Rundfunksender wollen 5G-Broadcast durchdrücken

Aus der Schweiz, Östereich und Deutschland kommen die Privatradios, die 5G nutzen wollen.

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Stuttgart: Unterstützer von 5G Broadcast
Stuttgart: Unterstützer von 5G Broadcast (Bild: Deutsche Funkturm)

Private Radioveranstalter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wollen ihre Programme unbedingt mit dem Rundfunkmodus 5G verbreiten. Das gaben die vier Verbände Vaunet (Verband Privater Medien), AG Privater Rundfunk (APR) aus Deutschland, der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) und der Verband Schweizer Privatradios (VSP) am 31. März 2021 bekannt. Beim 5G-Broadcast ist bisher hauptsächlich die Verbreitung von linearen TV-Programmen geplant.

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Der europäische Rundfunk engagiert sich seit Jahren, um den 5G-Standard so zu erweitern, dass die Verbreitung von linearen TV-Programmen zukünftig möglich sein wird. Die 5G-Broadcast Technologie ermöglicht es, die Vorteile von Rundfunk (one-to-many) mit mobilem Breitband (one-to-one) zu kombinieren. Dazu können existierende Rundfunksendeanlagen (High Tower High Power) verwendet werden, von denen ähnlich wie bei DVB-T2 ein Signal von einem Sender gleichzeitig an eine unbegrenzte Anzahl von Empfängern gesendet wird. Dies erlaube einen unabhängigen Netzbetrieb durch Rundfunknetzbetreiber über große Funkzellen mit Radien von bis zu 60 Kilometern. 5G Broadcast, eine Erweiterungen des globalen 5G-Standards, ist technisch gesehen FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service).

Ein Konsortium wollte bisher bestehende UHF-Frequenzen für 5G-Broadcast einsetzen. Bis 2030 bleiben diese Frequenzblöcke für die terrestrische digitale Fernsehversorgung in Nutzung mit DVB-T2. Der Frequenzbereich von DVB-T2 liegt bei 470 MHz bis 690 MHz.

5G: Freier Empfang von Rundfunkprogrammen auf allen relevanten Empfangswegen

"Der freie Empfang von Rundfunkprogrammen auf allen relevanten Empfangswegen muss langfristig sichergestellt werden", hieß es in dem gemeinsamen Positionspapier der Vertreter des privaten Rundfunks der drei Länder. Es gehe um eine zukunftssichere Multiplattformstrategie für den Rundfunk. Neben der Verbreitung über analoge und digitale Terrestrik, IP, Satellit und Kabel sei "die Verbreitung via 5G-Broadcast für den Rundfunk zukunftsentscheidend".

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Die notwendigen Frequenzen für die 5G-Rundfunkübertragung im Bereich 470 - 694 MHz müssen langfristig abgesichert werden. Marco Maier von Vaunet forderte: "Die verantwortlichen Institutionen und Politik in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen sich auf EU-Ebene und insbesondere bei der World Radio Conference 2023 dafür einsetzen, dass das Frequenzspektrum für den Rundfunk und auch für drahtlose PMSE-Geräte erhalten bleibt, um den Sendern 5G-Broadcast zu ermöglichen."

Weiter sprachen sich die Verbände für eine Must-Carry-Regelung für lizenzierte Rundfunkprogramme bei 5G Broadcast aus. Zudem forderten sie für die Übertragung von 5G-Broadcast eine Pflicht zur Zusammenschaltung und Interoperabilität der benötigten Rundfunk - und Mobilfunknetze.

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ElTentakel 10. Apr 2021

Ich hab ein DAB+/FM Gerät - in der Küche. Das ist auch der einzige Ort an dem ich noch...

chefin 01. Apr 2021

Von Netflix lernen heist Geld zu verdienen. Radio wie wir es kennen, kann man nicht...

schnedan 01. Apr 2021

meinen ersten FM Radio erhielt ich vor über 30 Jahren - weckt mich heute noch täglich...

Mr_Gee 31. Mär 2021

Wir wollen 5G irgendwann, nicht DAB+ jetzt, schafft DAB+ bitte gleich wieder ab. Dann...



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