Drei Fabriken in Arizona: Intel kooperiert mit Autozulieferer UMC

In den USA sollen gemeinsam entwickelte 12-nm-Chips hergestellt werden. Der ausgereifte Fertigungsprozess stärkt Intels Position als Auftragsfertiger.

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Intel und UMC wollen in Arizona gemeinsam 12-nm-Chips herstellen.
Intel und UMC wollen in Arizona gemeinsam 12-nm-Chips herstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Intel und Taiwans zweitgrößter Chiphersteller UMC (United Microelectronics Corporation) haben eine Kooperationspartnerschaft angekündigt, unter der ab 2027 drei Fabriken in Arizona einen neuen 12-nm-Node herstellen sollen. Als Auftragsfertiger muss IFS (Intel Foundry Services) auch etablierte und ausgereifte Nodes anbieten, die für viele Anwendungen im Automobilbereich oder in der Funktechnik besser geeignet und zudem günstiger herzustellen sind.

UMC soll im Rahmen der Partnerschaft von Intels bevorzugtem Zugang zu neuer Fertigungstechnik profitieren, während Intel durch UMC neue Fähigkeiten für die Produktion von RF-Chips, Wi-Fi-Chips und Netzwerktechnologie bekommt. Dafür installiert UMC in den gemeinsamen Fabriken darauf spezialisierte Produktionstechnik.

Ein Großteil der Technik aus den für das Projekt vorgesehenen Fabriken 12, 22 und 32 soll mit einigen Anpassungen weiterverwendet werden können. Bisher wurden dort 10-nm und 14-nm-Chips hergestellt. Bis zu 90 Prozent der Werkzeuge und Maschinen können laut Intel weiterverwendet werden.

UMC bringt wichtige Kundenbeziehungen ein

Die Vermarktung des neuen Nodes soll durch UMC erfolgen, womit der Konzern seine bestehenden Beziehungen zu Kunden und Industrieverbänden, unter anderem im Automobilbereich, nutzen kann. Intel selbst hat sich in der Vergangenheit stärker auf die sogenannte Leading-Edge-Produktion konzentriert, da das Unternehmen für die eigenen Prozessoren einen möglichst aktuellen Herstellungsprozess benötigt.

Als Auftragsfertiger hingegen muss IFS ein breiteres Spektrum an Fertigungsprozessen anbieten. Unter dem Namen Intel 16 werden 22-nm-Chips hergestellt, Intels 11X-Fab in New Mexico stellt außerdem 65-nm-Chips für Tower Semi her, nachdem die Übernahme des israelischen Unternehmens durch Intel im letzten Jahr gescheitert ist.

Lokale Produktion reduziert Abhängigkeiten

Für die USA bedeutet die Zusammenarbeit einen weiteren Schritt zu mehr Unabhängigkeit bei der Herstellung von Mikroprozessoren. Gleichzeitig betonte Stuart Penn, Intel Senior Vice President und General Manager der Intel Foundry Services (IFS), dass Taiwan "seit Jahrzehnten ein essenzieller Teil des asiatischen und globalen Halbleiter- und Technologie-Ökosystems ist und Intel ist bestrebt, mit innovativen Unternehmen wie UMC zusammenzuarbeiten."

UMC ist Taiwans ältester Chiphersteller und entstand im Jahr 1980 als Ausgründung des Industrial Technology Research Institute. Beim Börsengang an der Taiwan Stock Exchange im Jahr 1985 war Morris Chang Vorsitzender des Unternehmens. Chang gründete nur zwei Jahre später das Unternehmen TSMC, heute der größte Auftragsfertiger der Welt.

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