Dreamhaven: Ex-Blizzard-Chef gründet neues Entwicklerstudio

Mike Morhaime steht für die besten Jahre von Blizzard. Nun gründet er mit vielen Ex-Kollegen ein neues Studio mit zwei Teams.

Artikel veröffentlicht am ,
Dreamhaven-Gründer und -Chef Mike Morhaime
Dreamhaven-Gründer und -Chef Mike Morhaime (Bild: Dreamhaven)

Mit dem Aufbau eines Spielestudios hat Mike Morhaime viel Erfahrung: Zusammen mit Frank Pearce und Allen Adham hat er 1991 Blizzard gegründet. Nun hat Morhaime ein neues Unternehmen namens Dreamhaven vorgestellt, bei dem zwei Teams an Projekten arbeiten sollen.

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Das eine heißt Moonshot Games, es soll wohl eher größere Titel stemmen. Das andere nennt sich Secret Door, dort dürften eher etwas kleine Games entstehen, die "Neuland" betreten wollen. Konkrete Ankündigungen von Spielen oder wenigstens Hinweise gibt es noch nicht.

Neben Morhaime arbeiten bei den beiden Teams von Dreamhaven viele ehemalige leitende Angestellte von Blizzard und von einigen anderen Firmen. Einer der Chefs von Moonsthot Games etwa ist Dustin Browder, der zuvor entscheidend an StarCraft 2, Heroes of the Storm, Command & Conquer und The Lord of the Rings mitgewirkt hat.

Bei Secret Door ist Eric Dodds, der zuvor an Hearthstone, World of Warcraft and StarCraft beteiligt war. Die beiden Namen sind nur exemplarisch gemeint - auf der Webseite von Dreamhaven sind noch weitere bekanntere Designer und Entwickler zu finden.

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Das neue Studio wird von Mike und seiner Frau Amy gegründet, finanziert und geleitet. Laut der Washington Post soll das Unternehmen zwar vorerst unabhängig bleiben, später sollen aber durchaus Investoren einsteigen können. Zumindest vorerst wolle sich die Firma auf Multiplayergames konzentrieren.

In dem Artikel geht es mehr oder weniger unterschwellig auch darum, dass Morhaime in den zurückliegenden Jahren mit der Entwicklung von Blizzard selbst nicht einverstanden war: Zwischen den Zeilen ist zu lesen, dass es im Verbund mit Activision immer mehr darum ging, die Umsatz- und Gewinnziele zu erreichen, und nicht primär darum, tolle Games zu produzieren.

Blizzard galt zu seiner besten Zeit als das mit Abstand beste Entwicklerstudio, dessen Werke reißenden Absatz fanden und von Spielern und Presse fast immer Höchstwertungen bekamen und dessen Mitarbeiter von der Community wie Helden verehrt wurden.

Das hat sich sehr geändert: Auf der Hausmesse Blizzcon im November 2018 wurden die Entwickler nach der Ankündigung von Diablo Immortal ausgebuht. Die im Januar 2019 veröffentlichte Neuauflage von Warcraft 3 hatte massive technische und inhaltliche Mängel.

Morhaime hatte den Chefposten bei Blizzard im Oktober 2018 geräumt, sein Nachfolger ist J. Allen Brack. Anschließend blieb Morhaime dem Studio noch als Berater verbunden, bevor er Anfang 2019 endgültig seinen Abschied bekanntgab.

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Inuittheram 24. Sep 2020

"Wolfenstein hatte halt den Aufreger der Indizierung" Also in Deutschland jedenfalls schon...

isaccdr 24. Sep 2020

Naja wenn man sich mal anguckt was Blizzard aus Wow gemacht hat (nur noch reines...

Clown 24. Sep 2020

...könnte Microsoft auch Activision/Blizzard kaufen. Mit etwas Glück wird dann wieder was...

D! 24. Sep 2020

-> die Website, hoffentlich dreht man sich hier nicht im Kreis bzw. die alten Männer sind...

net 24. Sep 2020

Star Citizen ist was man bekommt wenn man keine Deadline und Budget setzt, Blizzard...



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