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Ungünstig für E-Sport-Touristen?

Anderer Meinung ist da Niklas Timmermann. Der 1. Vizepräsident des kürzlich gegründeten eSportbund Deutschland (ESBD) ist dieses Jahr für einen Wirtschaftskongress auf der Messe. "Falls die Dreamhack Leipzig keine größeren Turniere veranstaltet, wird der E-Sport-Tourismus - über den schließlich auch Geld verdient wird - einfach ausbleiben", warnt Timmermann. Er gibt zu bedenken, dass der klassische E-Sport-Fan zwischen 16 und 36 Jahre alt sei: "Das Hauptproblem bei Schülern und Studenten ist Geld. Sie überlegen sich zweimal, ob sie nach Leipzig fahren. Köln ist für viele wesentlich besser zu erreichen."

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Timmermann empfiehlt den Dreamhack-Veranstaltern, einen Mehrwert zu bieten - zum Beispiel durch mehr E-Sport-Idole vor Ort. "Die spielen aber nun mal in großen Teams, und große Teams fahren nur auf solche Events, wenn ein entsprechendes Preisgeld geboten wird - oder wenn es kein Konkurrenz-Event gibt." Am Dreamhack-Wochenende habe es mit dem Dota Major und dem CS: Go Major gleich zwei große Konkurrenzveranstaltungen gegeben. Aus Timmermanns Sicht zieht das zu viel Aufmerksamkeit von der Dreamhack Leipzig ab.

Kaufkräftige Zielgruppe

Silvana Kürschner will darauf achten, "dass die Dreamhack sehr organisch wächst. Für uns steht die Turniervielfalt im Vordergrund". Auch ein Vergleich mit der Gamescom sei nicht sinnvoll, sagt Kürschner weiter: "Die Dreamhack Leipzig ist ein E-Sport-Festival, das kompetitive Gaming steht im Vordergrund." Natürlich könne man darüber nachdenken, die Dreamhack auch für Besucher unter 16 Jahren freizugeben; die LAN-Party ist für Besucher ab 18. Allerdings richten die Hardwareaussteller der Dreamhack ihr Marketing bis jetzt auf eine ältere und auch sehr kaufkräftige Zielgruppe aus. "Die Besucherzahl ist im Endeffekt nicht entscheidend, sondern die Zufriedenheit der Besucher", sagt Kürschner.

  • Gut organisiert: Silvana Kürschner und Robert Schenker (Bild: Achim Fehrenbach)
  • Niklas Timmermann vom eSportbund Deutschland (ESBD)(Bild: Achim Fehrenbach)
  • Mit Maskottchen: E-Sportler in Leipzig (Bild: Kirsten Nijhof/Leipziger Messe GmbH)
  • Ekstatisch: Schlauchbootfahrt durch die Menge (Bild: Kirsten Nijhof/Leipziger Messe GmbH)
  • Vollgas: Rennspielfans in der LANArea (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Spielerparadies: die LAN-Party mit 1.700 Teilnehmern (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Bye bye, Realität! (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Für alles gesorgt: Ausrüstung für die LAN-Party (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Sci-Fi-Klassiker: Starcraft 2 auf der Dreamhack (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Spannende Matches in CS: Go (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Neuland: Besucherin mit VR-Brille (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Volle Konzentration beim Rocket-League-Turnier (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Rocket League: Zuschauermagnet bei der Dreamhack (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • So sieht ein glücklicher Gamer aus! (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Entspannt und konzentriert: Teilnehmer der LAN-Party (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Kartenkämpfe: die Pokémon Regional Championships (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Elegant: Teilnehmerinnen des Cosplay-Wettbewerbs (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Hoch-Stapelei bei der LAN-Party (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
  • Bitte recht freundlich: Cosplayer auf der Dreamhack (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)
Volle Konzentration beim Rocket-League-Turnier (Bild: Tom Schulze/Leipziger Messe GmbH)

Robert Schenker vom Messe-Mitorganisator Schenker Technologies pflichtet ihr bei: "Hier hat man alles sehr konzentriert in einer Halle. Das Publikum ist sehr entspannt, weil es hier Raum und viele Angebote hat. Viele Besucher haben einen Festivalpass, sind drei Tage da und müssen nicht alles innerhalb von sechs Stunden erledigen." Als Aussteller habe man zwar sehr viel weniger Kundenkontakte als etwa auf der Gamescom. "Dafür sind die Kontakte hier aber sehr viel intensiver", sagt Schenker. Simon Koschel vom Live-Streaming-Portal Twitch bringt die Qualität der Dreamhack Leipzig ganz gut auf den Punkt: "Wir als Twitch können uns auf unsere Partner konzentrieren. Und unsere Partner auf ihre Community."

Viele neue Bekanntschaften

Die Teilnehmer der Leipziger LAN-Party sind ohnehin glücklich. Sie zocken im LAN über Steam, Battle.net oder Uplay - und machen dabei neue Bekanntschaften. "Im Internet trifft man zwar auch coole Leute", sagt Andreas von Ogarsports. "Sie aber persönlich kennenzulernen, ist nochmal was anderes". Genau auf diesen Community-Effekt baut die Dreamhack Leipzig.

Alle paar Stunden finden im LAN auch Turniere mit Preisgeldern statt. Die mitgebrachten Schlafsäcke und Feldbetten kommen eher selten zum Einsatz. "Es wird definitiv nicht viel geschlafen", erzählt Sandra. "Wir halten uns mit Energy Drinks, Bewegung und kurzen Power Naps fit." Dauerzocker sollten sich den 15. bis 17. Februar 2019 freihalten - dann findet in Leipzig die nächste Dreamhack statt.

 Dreamhack: Zocken, bis der Schlaf kommt
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bstea 03. Feb 2018

In Sachen Baustellen ist Hannover noch schlimmer als Köln. 20km um Hannover kann man noch...

zilti 31. Jan 2018

Ich habe mit den Golem.de-Videos eigentlich auch nie Probleme, benutze Firefox.

xtreem 30. Jan 2018

Genau das ist wahrscheinlich der Grund, so wie der verdurstende in der Wüste eine Oase...

demonkoryu 29. Jan 2018

...danke :)

Abdiel 29. Jan 2018

In Leipzig wurden extra zwei zusätzliche Fußgängerbrücken zu den hinteren zwei Hallen...


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