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NAND-Flash: Toshiba gliedert sein Speichergeschäft aus

Massive Verluste im der Atomkraftwerkssparte zwingen Toshiba zum Handeln: Zu den interessierten Käufern der Flash-Sparte zählt Western Digital. Mit den US-Amerikanern betreibt Toshiba gemeinsame Halbleiterwerke in Japan.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Wafer mit Flash-Chips von Toshiba
Ein Wafer mit Flash-Chips von Toshiba (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Einem Bericht der japanischen Tageszeitung Nikkei zufolge plant Toshiba, sein Speichersegment zu veräußern. Neben Investmentfonds soll auch der Festplattenhersteller Western Digital als möglicher, eventuell anteiliger Käufer im Gespräch sein. Toshiba hatte in den vergangenen Quartalen viel Geld im Atomkraftwerkgeschäft mit der US-amerikanischen Westinghouse-Tochter verloren. Eine Entscheidung über die Zukunft der Chipsparte sei nicht getroffen, sagte Toshiba - aber das Ende des Bilanzjahres naht.

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Von Nikkei stammt die Aussage, Toshiba würde wahrscheinlich 20 Prozent des DRAM- und Flash-Geschäfts für 200 bis 300 Milliarden Yen an Western Digital abgeben. Das entspricht rund 1,77 bis 2,65 Milliarden US-Dollar und würde die knappen Kassen der Japaner vorerst wieder ausreichend füllen. Der Verkauf an Western Digital liegt nahe, da beide Unternehmen ein Joint Venture namens Flash Forward betreiben und damit nach Samsung und vor IMFT (Intel Micron Flash Technologies) der zweitgrößte Fertiger sind.

Toshiba und Western Digital bilden Flash Forward

Zusammen haben Toshiba und Western Digital die Fab 2 fertiggestellt, die auf der japanischen Hauptinsel Honshu in der Präfektur Mie nahe der Stadt Yokkaichi steht. Die Bezeichnung Fab ist eine in der Branche übliche Abkürzung für eine Semiconductor Fabrication Plant, in welcher Halbleiter produziert werden. Die Fab 2 von Flash Forward ist eines der Werke mit dem höchsten Wafer-Ausstoß weltweit. Western Digital hat 2015 Sandisk übernommen, das mit Toshiba ursprünglich das Joint Venture gebildet hatte.

Interessant dürfte werden, ob die Tsinghua Unigroup mit ihrer neuen Giga-Fab einen nennenswerten Marktanteil erreichen kann. Die Chinesen investieren 24 Milliarden US-Dollar, weitere 46 Milliarden US-Dollar sollen in noch zwei Halbleiterwerke fließen - enorme Summen, selbst für Fabs.

Nachtrag vom 27. Januar 2017, 11:04 Uhr

Toshiba hat angekündigt, seine Speichersparte auszugliedern (PDF). Gemeint ist inklusive des Flash-Geschäfts, aber exklusive der Bildsensorsparte. Das Vorhaben soll bis zum 31. März 2017 abgeschlossen sein. Ob und an wen die Ausgliederung (anteilig) verkauft wird, sagte Toshiba nicht.



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DarioBerlin 18. Jan 2017

Wir kappen gerne die Kosten der Kraftwerksbetreiber, vor allem wenn es um Strahlenmüll...


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