DRAM-Preise: Samsung erwartet 14 Milliarden US-Dollar Quartalsgewinn

Samsung erwartet eine Verdreifachung seines operativen Quartalsgewinns. Wie der weltgrößte Speicherchip-Hersteller am 8. Januar 2026 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , werde man im vierten Quartal 2025 voraussichtlich 20 Billionen Won (13,81 Milliarden US-Dollar) erwirtschaften, der höchste Wert in der Konzerngeschichte.
Damit wird sich der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifachen. Die Analystenschätzungen von 17 Billionen Won wurden deutlich übertroffen. Das Unternehmen prognostizierte einen Umsatzanstieg von 23 Prozent auf 93 Billionen Won (64,09 Milliarden US-Dollar).
Während der Großteil von Samsungs Gewinn früher aus Smartphones stammte, hat sich das DRAM-Geschäft seit der zweiten Jahreshälfte 2025 stark entwickelt und trägt mehr als die Hälfte bei. Der Aktienkurs von Samsung stieg im vergangenen Jahr um 125 Prozent auf 119.900 Won, der größte jährliche prozentuale Anstieg seit 26 Jahren.
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Konzern mit einem Umsatzanstieg von 11 Prozent auf 332,77 Billionen Won und einem operativen Gewinnzuwachs von 33 Prozent auf 43,53 Billionen Won.
Viele Analysten gehen davon aus, dass die Preise für Arbeitsspeicher durch die starke Nachfrage nach KI-Beschleunigern und den Mangel an Chips für herkömmliche Server, Smartphones und andere Geräte weiterhin hoch bleiben werden.
Beispielloser Halbleiter-Superzyklus
Allgemein wird erwartet, dass sich die großen Speicherchiphersteller bei ihrem Ausbau auf High-Bandwidth Memory (HBM) konzentrieren werden, der in KI-Servern eingesetzt wird.
Laut Trendforce könnten im laufenden Quartal die Preise für konventionellen DRAM (DDR5) wegen Kapazitätsverdrängung gegenüber dem Vorjahr um 55 bis 60 Prozent steigen, während die Preise für NAND-Flash voraussichtlich um 33 bis 38 Prozent zulegen werden. Citigroup prognostiziert, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM- und NAND-Produkte im Jahr 2026 um 88 Prozent beziehungsweise 74 Prozent steigen werden. "Wir erleben den Beginn eines beispiellosen Halbleiter-Superzyklus" , sagte Daniel Kim, Leiter für Südkorea bei den Analysten Macquarie Capital. "Das Beste kommt erst noch, da der DRAM-Mangel die Leistung von Samsungs HBM-Speicher in den Hintergrund rückt." Er erwartet, dass sich der Mangel voraussichtlich bis 2027 nicht abschwächen werde.
Samsung wird seine vollständigen Quartalsergebnisse, einschließlich einer Aufschlüsselung der Gewinne der einzelnen Geschäftsbereiche, noch in diesem Monat veröffentlichen.



