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DRAM-Hersteller Elpida: Micron kauft bankrotten Apple-Zulieferer

Micron und Elpida gehen zusammen, um bei mobilen DRAMs eine größere Rolle zu spielen. Die Chippreise seien auf dem gleichen Niveau wie Reisbällchen, hatte Elpida-Chef Yukio Sakamoto früher gesagt.

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Elpida-Chips im März 2010
Elpida-Chips im März 2010 (Bild: Nicky Loh/Reuters)

Micron Technology will den insolventen japanischen Chiphersteller Elpida Memory für rund 200 Milliarden Yen (2 Milliarden Euro) kaufen. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Ein Anteil von 140 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro) soll in die Schuldentilgung von Elpida fließen. Ein Großteil der Außenstände von Elpida würde nicht beglichen, so Nikkei.

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Micron, ein Zulieferer von Apple, werde 100 Milliarden Yen (1 Milliarde Euro) in die Fabriken von Elpida investieren, um die DRAM-Fertigungsmenge zu erhöhen. Mit dem Kauf kann Micron seinen Anteil am DRAM-Weltmarkt auf rund 24 Prozent erhöhen. Samsung, Hynix und Micron werden zusammen den DRAM-Markt beherrschen. Bei mobilen DRAMs hat Elpida laut Trendforce einen Anteil von 17 Prozent, Micron kommt auf 7,3 Prozent, Samsung führt mit 54 Prozent gefolgt von Hynix mit 21 Prozent.

Elpida besitzt drei Fabriken, darunter eine in Taiwan, die zur Firmentochter Rexchip Electronics gehört. Die wichtigste Fabrik Elpidas mit 2.400 Arbeitern befindet sich in Hiroshima, wo mobile DRAMs gefertigt werden.

Der letzte japanische DRAM-Hersteller hat am 27. Februar 2012 Gläubigerschutz bei einem Bezirksgericht in Tokio beantragt. Die Chippreise seien auf dem gleichen Niveau wie Reisbällchen, sagte Elpida-Chef Yukio Sakamoto. Das Unternehmen hatte im Februar 448 Milliarden Yen (4,09 Milliarden Euro) Schulden. Elpida bekam am 23. März 2012 die Erlaubnis des Insolvenzgerichts, unter Führung von Sakamoto bis Ende August einen Restrukturierungsplan für das Unternehmen aufzustellen. Am 11. Mai 2012 erklärte Elpida, dass die Übernahmegespräche mit Micron vom Insolvenzgericht genehmigt wurden. Der südkoreanische Hersteller Hynix hatte am 4. Mai 2012 erklärt, aus dem Bieterverfahren für Elpida auszusteigen. Micron-Chef Mark Durcan hatte am 20. Juni 2012 Analysten erklärt, dass die Übernahme nur erfolgen könne, wenn nicht zu viel der Schulden Elpidas übertragen würden.

Micron erwirtschaftet selbst in vier aufeinanderfolgenden Quartalen Verluste. In dem Berichtszeitraum, der am 20. Juni 2012 endete, verbuchte Micron einen Verlust von 320 Millionen US-Dollar.

Elpida entstand 1999 durch eine Fusion der DRAM-Sparten der beiden japanischen IT-Konzerne NEC und Hitachi. Fujitsu stieg im selben Jahr aus dem Bereich aus, Toshiba folgte 2001.



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