Abo
  • IT-Karriere:

Drahtlose Geräte: BNetzA verbietet Millionen störende und unsichere Geräte

Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr den Verkauf und Vertrieb von mehr als 10 Millionen Produkten verboten. Dazu gehören verschiedene Drahtlosgeräte wie Bluetooth-Lautsprecher, Smartwatches, Kopfhörer, Mobiltelefone und auch Drohnen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Behördenfunk kann durch drahtlose Kopfhörer beeinträchtigt werden. Die BNetzA zieht diese dann aus dem Verkehr.
Der Behördenfunk kann durch drahtlose Kopfhörer beeinträchtigt werden. Die BNetzA zieht diese dann aus dem Verkehr. (Bild: Gonzosft/Wikipedia/CC-BY 3.0)

Viele Geräte, die im deutschen Handel vor allem online gekauft werden können, haben bei einer drahtlosen Schnittstelle eine zu hohe Sendeleistung, nutzen unzulässige Frequenzen oder Ähnliches und sind deshalb in Deutschland nicht zugelassen. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat unter anderem deshalb im vergangenen Jahr "den Verkauf von über 10 Millionen Produkten im Online-Handel" verboten, wie die Behörde mitteilt.

Stellenmarkt
  1. invo-IT GmbH & Co. KG, Bielefeld
  2. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln

Die Bundesnetzagentur setzt dafür auf eine stichprobenartige Überwachung des Online-Handels unter anderem durch anonyme Testkäufe. "Nur so können wir die Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam schützen", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Darüber hinaus wird in der Mitteilung vor zu vielen unsicheren Produkten gewarnt, die meist in Ostasien produziert werden und eben über den Online-Handel leicht in den deutschen Markt gelangen könnten. Insbesondere bei Produkten mit niedrigen Preisen sollten Verbraucher vorsichtig agieren.

Vielzahl verschiedener Drahtlosgeräte bemängelt

Die von der Behörde an den Geräten bemängelten Einzelheiten sind unterschiedlich gravierend. Diese "reichen von fehlenden Kennzeichnungen und Produktinformationen bis hin zu unzulässigen Frequenznutzungen oder zu hohen Sendeleistungen". Zu den bemängelten Geräten gehörten im vergangenen Jahr laut Behörde "4,14 Millionen Bluetooth-Lautsprecher, 2,42 Millionen Smartwatches sowie 508.200 Mobilfunkgeräte und knapp 123.000 ferngesteuerte Drohnen".

Einen Schwerpunkt setzte die Behörde laut Mitteilung auf drahtlose Kopfhörer, die die Frequenzbereiche des Polizeifunks oder des Rettungsdienstfunks stören könnten. Diese Geräte können teilweise auch den Mobilfunk beeinträchtigen, wie ein Vortrag auf dem vergangenen 35C3 dargestellt hat. Die BNetzA hat demnach rund 2,5 Millionen Stück dieser Kopfhörer vom Markt genommen.

Weitere rund 1,6 Millionen Produkte seien mit Vertriebsverboten oder Korrekturmaßnahmen belegt worden. Dabei handelt es sich um auffällige Geräte, die die Behörde im Einzelhandel geprüft habe. Außerdem verweist die Kontrollbehörde auf die eigene Zusammenarbeit mit dem Zoll. Bei 87 Prozent der vom Zoll als auffällig gemeldeten Sendungen erteilte die Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr keine Freigabe für die enthaltenen Produkte.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 122,89€
  2. GRATIS
  3. (u. a. Twilight Struggle, Carcassonne, Mysterium, Scythe)
  4. 149,00€

friedl 11. Jan 2019

Nicht unbedingt. Man kann wunderbar innerhalb Yatse navigieren und Medien aus der...

Eheran 10. Jan 2019

War nicht so 100% klar, ob das jetzt ernst war oder nicht. Dann schreibe ich es lieber...

mannzi 10. Jan 2019

Vermutlich ganz grob um schrieben, dass z. B. LEDs dann mit 60Hz etwas flackern können...

LordGurke 10. Jan 2019

Es geht ja nicht darum, dass Leute absichtlich die Frequenzen stören. Vielmehr sind die...

nachgefragt 09. Jan 2019

Wieder einer mehr mit Internetführerschein. Spitze!


Folgen Sie uns
       


Sailfish OS auf dem Sony Xperia XA2 Plus ausprobiert

Sailfish OS gibt es als Sailfish X auch für einige Xperia-Smartphones von Sony. Wir haben uns die aktuelle Beta-Version auf dem Xperia XA2 Plus angeschaut.

Sailfish OS auf dem Sony Xperia XA2 Plus ausprobiert Video aufrufen
Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  2. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter
  3. Cimon Die ISS bekommt einen sensiblen Kommunikationsroboter

Falcon Heavy: Beim zweiten Mal wird alles besser
Falcon Heavy
Beim zweiten Mal wird alles besser

Die größte Rakete der Welt fliegt wieder. Diesmal mit voller Leistung, einem Satelliten und einer gelungenen Landung im Meer. Die Marktbedingungen sind für die Schwerlastrakete Falcon Heavy in nächster Zeit allerdings eher schlecht.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer und dpa

  1. SpaceX Dragon-Raumschiff bei Test explodiert
  2. SpaceX Raketenstufe nach erfolgreicher Landung umgekippt
  3. Raumfahrt SpaceX zündet erstmals das Triebwerk des Starhoppers

Jobporträt: Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
Jobporträt
Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht

IT-Anwalt Christian Solmecke arbeitet an einer eigenen Jura-Software, die sogar automatisch auf Urheberrechtsabmahnungen antworten kann. Dass er sich damit seiner eigenen Arbeit beraubt, glaubt er nicht. Denn die KI des Programms braucht noch Betreuung.
Von Maja Hoock

  1. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  2. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  3. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

    •  /