Abo
  • IT-Karriere:

Drahtlos laden: Qualcomm Halo schützt die Katze

Keine gegrillten Haustiere, keine heißen Getränkedosen: Qualcomm hat sein drahtloses Ladesystem Halo mit Radarsensoren ausgestattet, die störende Objekte erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Drahtloses Ladesystem Qualcomm Halo: Radar erkennt Bewegungen
Drahtloses Ladesystem Qualcomm Halo: Radar erkennt Bewegungen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Was ist mit der Katze? So manchen Freund der Vierbeiner treibt Angst um, sein geliebtes Haustier könnte beim drahtlosen Laden eines Elektroautos gegrillt werden. Der Chiphersteller Qualcomm hat in sein Ladesystem Halo Sicherheitssysteme integriert, die vor bösen Überraschungen schützen sollen.

  • Vorsicht, lebendes Objekt: Qualcomms Ladesystem Halo erkennt, wenn sich ein Mensch oder ein Tier ihm nähert. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch Metallobjekte werden ...  (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... erkannt, wenn sie auf der Ladeplatte liegen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Halo besteht aus zwei Komponenten: der großen Ladeplatte, die auf dem Boden liegt, und der kleineren, die unter das Auto montiert wird. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Formel E ist das System schon im Einsatz: Die Akkus von Safety Car und Medical werden damit geladen - hier beim Berlin E-Prix im Mai 2015. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Vorsicht, lebendes Objekt: Qualcomms Ladesystem Halo erkennt, wenn sich ein Mensch oder ein Tier ihm nähert. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Nürnberg
  2. Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Wiesbaden

Living Object Protection (LOP) und Foreign Object Protection (FOP) heißen die Systeme, die auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt gezeigt werden (Halle 3.1, Stand B13). Ersteres schütze Menschen oder Tiere vor Schäden durch das Magnetfeld, erklärt Edward van Boheemen von Qualcomm im Gespräch mit Golem.de. Die Platte ist mit Radar an allen vier Seiten ausgestattet, das Bewegungen erkennt. In einem solchen Fall wird das Laden gestoppt. Das System erkennt auch, wenn Mensch oder Tier den überwachten Bereich wieder verlässt und nimmt das Laden wieder auf.

Die Katze hat wenig Platz

Allerdings ist die Gefahr für das Haustier ohnehin gering: Bei einem normalen Pkw beträgt der Abstand zwischen der Ladeplatte und dem Gegenstück unter dem Auto etwa 5 Zentimeter.

Das zweite System, Foreign Object Protection, soll verhindern, dass Gegenstände aus Metall, zum Beispiel Münzen, Schlüssel oder Getränkedosen, sich auf der Ladeplatte zu stark erhitzen. Das Ziel sei, eine Temperatur von 85 Grad nicht zu überschreiten, sagt van Boheemen. Das System erkennt, wo ein Objekt liegt und stoppt das Laden.

Das Ladesystem alarmiert den Fahrer

Wird es nicht mehr registriert - etwa eine Getränkedose, die erst durch eine Windbö auf die Platte geweht wurde und dann durch die nächste wieder verschwindet -, geht das Laden weiter. Bleibt das Objekt über einen längeren Zeitraum liegen, kann das System dem Fahrer eine Nachricht aufs Mobiltelefon schicken. Das verhindert, dass er am Morgen in ein Auto mit leerem Akku steigt.

Das LOP-Radar für die Living Object Protection ist ein handelsübliches Radar, das in einem Frequenzbereich von 3 bis 8 Gigahertz arbeitet. Das Radar für das FOP nutzt Frequenzen zwischen 100 und 400 Kilohertz.

Halo lädt mit 85 Kilohertz

Das System besteht aus einer Ladeplatte auf dem Boden und einer kleineren, die unter dem Auto angebracht wird. Der Fahrer parkt das Auto so, dass die beiden übereinander sind - ein Navigationssystem hilft ihm dabei. Geladen wird mit 85 Kilohertz und einer Leistung von 3,6 bis 22 Kilowatt. Die Bodenplatte kann alle Leistungsstufen laden - welche genutzt wird, hängt vom Gegenstück unter dem Auto ab.

Wie das System dann schließlich reagiert, lässt sich einstellen. Bei lebenden Hindernissen müssten Grenzwerte gesetzlich etwa durch die Europäische Kommission vorgegeben werden, sagt van Boheemen. Auch müsse definiert werden, ob es sich beispielsweise bei einer Maus abschalte oder erst bei einem größeren Tier.

Qualcomm will das System in erster Linie an Zulieferer und Hersteller von Hybrid- oder Elektroautos vermarkten, die es künftig in ihre Fahrzeuge verbauen. Allerdings ist es auch möglich, Elektroautos nachträglich damit auszustatten. Das System soll 2017 oder 2018 auf den Markt kommen. Zu den Interessenten gehört unter anderem Daimler. In der Elektro-Rennsportserie Formel E ist das System bereits im Einsatz: Das Safety Car und das Medical Car werden damit geladen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 33,95€
  2. 1,12€

tecjonny 18. Sep 2015

das selbe dachte ich mir auch... 20cm wären deutlich uninteressanter, als die 5cm unterm...

baumhausbewohner 18. Sep 2015

Drachen halten einiges aus. ;)

kazhar 17. Sep 2015

Die 85kHz sind ja fast noch Gleichstrom für eine Antenne. Das "Nahfeld" erstreckt sich...


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (7390) - Hands on

Das XPS 13 Convertible (7390) ist Dells neues 360-Grad-Gerät: Es nutzt Ice-Lake-Chips für doppelte Geschwindigkeit, hat ein höher auflösendes Display, eine nach oben versetzte Kamera und eine magnetisch arbeitende Tastatur.

Dell XPS 13 (7390) - Hands on Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
Erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Wasserstoff

Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
  2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

    •  /