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Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.

Ein Test von veröffentlicht am
Unsere Testmuster geben sich vor dem Vergleich noch die Mikrofone - sportlich.
Unsere Testmuster geben sich vor dem Vergleich noch die Mikrofone - sportlich. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Wenn es um Gaming und Kabel geht, sind viele Menschen noch immer traditionell: Kabelmaus, Kabeltastatur und ein verkabeltes Netzwerk müssen es sein, damit eine möglichst geringe Eingabelatenz und keine Störungen von außen eine gute K/D-Rate ermöglichen. Da nehmen hartgesottene Profis auch gerne vom Kopf hängende Kabel in den Kauf - die fieseste und störendste Version der Verbindung. Wir fragen uns: Warum?

Wir testen vier verschiedene kabellose Headsets und stellen dabei fest, dass ein Spielen ohne Kabel am Hals ein angenehmes und befreiendes Gefühl vermittelt. Wir spielen auf dem Sofa und am Schreibtisch, gehen musikhörend nur mal kurz AFK auf den Balkon und hören sogar auf der Toilette noch die Taktikbesprechung vor dem entscheidenden Match gegen einen übermächtigen Gegner.

Wir entscheiden uns für vier Kontrahenten, die sich in e-sportlicher Manier miteinander messen und unterschiedlicher sind, als sie zunächst vermuten lassen: das HyperX Cloud Flight für 150 Euro, das Razer Nari Ultimate für 200 Euro, das Alienware AW988 für 215 Euro und das Audeze Mobius für etwa 450 Euro. Dabei fällt zuerst auf, dass für drahtlose Headsets generell etwas mehr Geld ausgegeben werden muss als für kabelgebundene Alternativen. Doch wie schon im satirischen Film Team America besungen wurde: Freedom isn't free - Freiheit ist nicht umsonst. Und die bekommen wir bei allen getesteten Headsets.

HyperX Cloud Flight - funktional ohne viel Drumherum

Für etwa 150 Euro gibt es das Hyperx Cloud Flight zu kaufen, teilweise bietet der Onlinehändler Amazon das Produkt aber auch für etwa 100 Euro an. Für das Geld gibt es ein Headset, das ohne viel Drumherum auskommt. Der 2,4-GHz-Dongle ist relativ groß und kann auch nirgendwo am Headset verstaut werden. Die Verarbeitungsqualität ist dafür recht solide. Die Schale besteht zum großen Teil aus Kunststoff. Der Bügel und die Ohrmuschelarme wirken stabil. Hier wurde definitiv kein teures Material verwendet, das kann für das Geld auch kaum erwartet werden.

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Im Gegenzug ist das Headset relativ leicht. Es wiegt etwa 270 Gramm, da Kingston, der Betreiber der Marke Hyperx, wenig Verkleidung verbaut. Dass es sich um ein Gaming-Produkt handelt, erkennen wir lediglich an dem rot beleuchteten Hyperx-Logo. Die Polsterung am Bügel und an den Ohrmuscheln ist relativ dünn, aber angenehm weich. Beim mehrstündigen Tragen werden die Ohren zwar warm, wir schwitzen aber nicht unangenehm stark.

  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Akku ohne Ende

Beeindruckend ist die Akkuleistung des Hyperx Cloud Flight. Wir können damit 16 Stunden spielen und müssen es noch immer nicht laden - sehr gut. Wie bei allen drahtlosen Headsets hängt die Laufzeit von der angeschalteten Beleuchtung ab. Die können wir nicht individuell anpassen, mit einem Druck auf den Power-Schalter lediglich ausschalten. Das machen wir auch, da wir sie sowieso nicht sehen.

Abseits der Power-Taste finden wir an der rechten Ohrmuschel einen Lautstärkeregler und an der Abdeckung der linken Ohrschale eine Mikrofonstummschaltung. Verschiedene Soundprofile können wir ebenso wenig auswählen wie die Farbe der LEDs. Das Hyperx Cloud Flight liefert nur das Nötige: einen für den Preis ungewöhnlich guten Sound.

Überraschend klarer Sound mit schwammigem Bass

Eigentlich haben wir vom Cloud Flight klanglich nicht allzu viel erwartet, da selbst kabelgebundene Headsets in dieser Preisklasse oft nicht vollends überzeugen können. Wir müssen allerdings sagen, dass der Klang überraschend gut ist. Gerade hohe und mittlere Töne klingen ordentlich definiert. In tiefen Frequenzbereichen werden allerdings Tonlagen teils verschluckt, was einen schwammigen Eindruck hinterlässt. Das spüren wir in bassbetonter Elektromusik und bei tiefen Tönen in Filmen. Die Lautstärke des Headsets geht in Ordnung.

  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Audeze Mobius (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Alienware AW988 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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  • Razer Nari Ultimate (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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  • Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Hyperx Cloud Flight (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Gerade im Taktikshooter CS:GO finden wir die räumliche Darstellung von Schüssen und Schritten gelungen. Wir können jederzeit gut erkennen, von wo uns Gegner angreifen. Battlefield 5 hingegen spielen wir lieber mit normalen Lautsprechern, da die kleinen 50-mm-Treiber des Hyperx Cloud Flight nicht genug Volumen haben, um ein Mittendrin-Gefühl zu erzeugen - auch wenn die klangliche Abmischung gut ist. Bedauerlich ist auch, dass Kingston keinen Equalizer mitliefert. Wir sind also entweder mit dem Klangbild des Headsets zufrieden oder eben nicht. Wir finden, es ist in Anbetracht des Preises gerade in E-Sport-Titeln wie CS:GO gut.

Leises Mikrofon

Das Hyperx nutzt ein abnehmbares biegbares Mikrofon, das wir bei Bedarf in die rechte Ohrmuschel stecken. Wir halten so eine Lösung nicht für ideal, da es uns bei Nichtbenutzung immer im Weg hängt. Die Sprachqualität des Headsets ist solide. Allerdings müssen wir es nahe an den Mund führen, damit unsere Stimme registriert wird. Ohne Softwareverstärker in Windows könnte es zu leise sein.

Dafür ist unser nächster Testkandidat weder leise noch dezent: das Razer Nari Ultimate mit Vibrationsmotoren in den Hörern.

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Razer Nari Ultimate - es wummert am Ohr 
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nakamura 05. Dez 2018

Erinnert mich alles stark an Chuck McGill aus Better Call Saul ^^

Spaghetticode 29. Nov 2018

Ich habe das mit meinem Smartphone und meinen beiden Bluetooth-Radios probiert und auch...

yumiko 29. Nov 2018

most hat es prinzipiell schon gesagt. Einige Hersteller geben auch genau Auskunft...

andy01q 29. Nov 2018

Bei mir zu Hause ist halft viel los.

Sybok 29. Nov 2018

Eher nicht. Über eine Distanz von 10m hast Du noch keine hörbaren Qualitätsverluste...


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