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Drahtlos: Google schaltet Stadia-Controller-Tool ab

Das offizielle Umstellungstool für den Google- Stadia -Controller ist verschwunden. Zum Glück gibt es eine Community-Lösung.
/ Peter Steinlechner
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Stadia-Controller im Einsatz (Bild: Katja Höhne / Golem)
Stadia-Controller im Einsatz Bild: Katja Höhne / Golem

Google hat das offizielle Tool zur Umwandlung des Stadia-Controllers in einen normalen Bluetooth-Controller endgültig abgeschaltet. Der Webdienst, mit dem sich die Gamepads nach dem Aus des Cloudgaming-Dienstes weiterverwenden ließen, ist seit dem 20. Januar 2026 nicht mehr erreichbar(öffnet im neuen Fenster) .

Damit verschwindet die letzte offizielle Unterstützung für die Hardware, die Google ursprünglich noch als Geste an Stadia-Nutzer bereitgestellt hatte.

Stadia selbst wurde bereits Anfang 2023 eingestellt. Um zu verhindern, dass die Controller praktisch unbrauchbar werden, veröffentlichte Google damals ein Browser-Tool, das die Firmware des Gamepads dauerhaft auf Bluetooth umstellen konnte.

Der Vorgang war vergleichsweise einfach: Controller anschließen, Firmware laden, Bluetooth aktivieren. Danach ließ sich das Pad drahtlos mit PC, Smartphone oder Steam Deck koppeln. Die Frist für diese Umstellung wurde mehrfach verlängert, zuletzt bis zum 31. Dezember 2025.

Weiterspielen dank Community

Mit dem Abschalten des Tools ist dieser Weg nun versperrt. Nicht umgestellte Stadia-Controller funktionieren weiterhin per USB-Kabel, verlieren aber ihre drahtlose Nutzungsmöglichkeit. Gerade für den Einsatz am PC, am Steam Deck oder unterwegs ist das ein spürbarer Nachteil.

Ganz verloren ist die Hardware dennoch nicht. In der Community wurde das ursprüngliche Umstellungstool archiviert und erneut über Github verfügbar(öffnet im neuen Fenster) gemacht. Über inoffizielle Mirrors lässt sich die Bluetooth-Firmware weiterhin installieren.

Google Stadia – Test
Google Stadia – Test (02:13)

Einmal umgerüstet, wird der Stadia-Controller von Plattformen wie Steam vollständig erkannt, inklusive frei belegbarer Tasten und Makros. Einschränkungen bleiben: Gyrosensoren fehlen, der 3,5-mm-Audioanschluss funktioniert nicht, Rumble und Sticks gelten aber weiterhin als hochwertig.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie schnell Hardware nach dem Ende eines Online-Dienstes an Funktion verliert und wie entscheidend Community-Initiativen für ihren Erhalt geworden sind.


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