• IT-Karriere:
  • Services:

Dragonfly: Neue Sicherheitslücken in Verschlüsselungsstandard WPA3

Wie lange ein kryptografisches Verfahren braucht, kann ungewollt Informationen verraten. Mit einer solchen Schwachstelle konnten Forscher Passwörter bei der WLAN-Verschlüsselung WPA3 knacken.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Dragonblood bei Dragonfly, der Libelle
Dragonblood bei Dragonfly, der Libelle (Bild: Balaji Malliswamy/unsplash.com)

Der WLAN-Verschlüsselungsstandard WPA3 sollte einige Sicherheitsprobleme des alten Standards WPA2 lösen. Dort konnte durch dem sogenannten Krack-Angriff bei manchen Konfigurationen verschlüsselte Kommunikation mitgelesen werden.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Stuttgart
  2. Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Karlsruhe

Doch auch WPA3 ist nicht frei von Fehlern. Im April dieses Jahres veröffentlichten die Sicherheitsforscher Eyal Ronen und Mathy Vanhoef, der auch Krack entdeckte, fünf Schwachstellen in dem Standard. Nun haben sie zwei weitere gefunden.

Diese Fehler befanden sich gerade in jenen Empfehlungen der Hersteller-Vereinigung Wi-Fi Alliance, mit denen die früheren Angriffe unterbunden werden sollten. Sie könnten wie manche der alten Angriffe für kryptografische Operationen ausgenutzt werden, um Informationen über das WLAN-Passwort zu erhalten. Sie tragen daher auch den gleichen Namen: Dragonblood. Das ist eine Anspielung auf WPA3s Schlüsselaustauschmechanismus mit dem Namen Dragonfly - auf Deutsch Libelle.

Die Wiederholungen verraten Informationen

Bei der Passwortverschlüsselung versucht ein Algorithmus, einen Hash-Wert zu finden, der kleiner ist als die Primzahl der zugrunde liegenden elliptischen Kurve. Bei den sogenannten Brainpool-Kurven kann das - je nach Passwort und MAC-Adresse des Clients - mehrere und unterschiedlich viele Versuche benötigen. Aus dieser Anzahl ließen sich Informationen über das Passwort ableiten, schreiben die Forscher. Durch diese Zusatzhinweise hätten sie mit einem praktischen Angriff ein Passwort knacken können. Eine weitere Schwachstelle fanden sie in der EAP-pwd-Implementation von FreeRADIUS, die viele Hersteller zur Authentifizierung nutzen und das in WPA3 weiter unterstützt wird.

Die Forscher kritisierten die Wi-Fi Alliance: "Das zeigt wieder einmal, dass die geschlossene Entwicklung von Sicherheitsempfehlungen und Standards im besten Fall verantwortungslos und im schlimmsten Fall sinnlos ist." Dadurch werde die Open-Source-Community ausgeschlossen und könne nicht helfen, dass Schwachstellen es gar nicht erst in Standards schafften, zitiert ZDnet die Forscher.

Die neuen Sicherheitslücken würden mit einer weiteren, sichereren Protokollversion geschlossen. Rückwärtskompatiblel seien diese Aktualisierungen jedoch nicht. Die Forscher gingen davon aus, dass es einen neuen Standard WPA3.1 geben könnte, berichtet ZDnet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 599€ (Bestpreis mit Alternate. Vergleichspreis ab ca. 660€)
  2. (u. a. MSI Optix MAG272CRX für 299€ + 6,99€ Versand statt ca. 450€ im Vergleich und Corsair...
  3. (u. a. The Crew 2 für 10,49€, Mount & Blade II - Bannerlord für 33,99€ und Mortal Kombat 11...

Wiki-Nger 06. Aug 2019

Liest man den Artikel auf: https://wpa3.mathyvanhoef.com/#new so kann man sehen...

randya99 06. Aug 2019

Das ist kein Problem weil es sowieso niemand verwendet. Da es nicht abwärtskompatibel...

brotiger 05. Aug 2019

Die Mitglieder der WiFi Alliance kontrollieren sämtliche Teile der Standards, von der...


Folgen Sie uns
       


Tesla baut Gigafactory in Brandenburg - Bericht

Wald weg, Wasser weg, Tesla da? Wir haben Grünheide besucht.

Tesla baut Gigafactory in Brandenburg - Bericht Video aufrufen
DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschutzverstöße EuGH soll über Verbandsklagerecht entscheiden
  2. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  3. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben

Ikea Trådfri im Test: Das preisgünstige Smart-Home-System
Ikea Trådfri im Test
Das preisgünstige Smart-Home-System

Ikea beweist, dass ein gutes Smart-Home-System nicht sündhaft teuer sein muss - und das Grundprinzip gefällt uns besser als bei Philips Hue.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Ikea Trådfri Fehlerhafte Firmware ändert Schaltverhalten der Lampen
  2. Fyrtur und Kadrilj Ikeas smarte Rollos lernen Homekit
  3. Trådfri Ikeas dimmbares Filament-Leuchtmittel kostet 10 Euro

Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

    •  /