Dragonfly Futurefön: Das Android-Windows-Smartphone-Klapp-Tablet-Netbook

Das Unternehmen Idealfuture(öffnet im neuen Fenster) und dessen Chef Jeff Batio wollen mit dem Dragonfly Futurefön ein mobiles Gerät bauen, das die Funktionen von Smartphones, Tablets und Notebooks vereint. Dabei setzen die Macher auf zwei Displays – eines davon abnehmbar -, eine klappbare Tastatur und die Möglichkeit, Android und Windows gleichzeitig zu verwenden. Für die Realisierung des Projektes sammelt Idealfuture gerade Geld auf Indiegogo(öffnet im neuen Fenster) , das Finanzierungsziel wurde bereits übertroffen.

Das Futurefön soll aus zwei 7-Zoll-Displays bestehen, die auf einer Art Tastatur-Dock montiert sind. Das rechte Display, das sogenannte Slingshot, soll abgenommen und als Tablet mit Telefoniefunktion verwendet werden können. Außerdem kann es um 180 Grad gedreht werden, wenn es in der Tastatur steckt. Die Auflösung der einzelnen Bildschirme soll mit 2.560 x 1.440 Pixeln sehr hoch sein.





Im Notebook-Modus sollen beide Displays als ein großer Bildschirm genutzt werden können -dann mit einer Diagonalen von etwa 12 Zoll. Der Nutzer soll aber auch beide Displays getrennt voneinander für zwei Apps gleichzeitig verwenden können. Das Futurefön soll entweder als reine Android-Version oder als Variante mit Windows 8.1 und Android 5.0 erhältlich sein. Hier soll es dann auch möglich sein, Windows und Android parallel zu nutzen.
Dies soll funktionieren, da das Innenleben des linken, fest montierten Displays in der Tastatureinheit untergebracht ist, das Slingshot-Tablet hingegen ein autarkes Gerät mit eigenem SoC ist. Auf dem linken Bildschirm kann dementsprechend immer Windows 8.1 laufen, auf dem rechten Android. Auf Knopfdruck soll der Nutzer jederzeit jedes der beiden Betriebssysteme auf beide Bildschirme bringen können.
Komplett zusammenklappbar
Die gesamte Konstruktion aus Displays und Tastatur soll dank eines Faltmechanismus zusammenklappbar sein. Die vollwertige Chiclet-Tastatur wird dabei in der Mitte zusammengefaltet. Dann soll das Futurefön 155,6 x 108 x 24 mm messen. Aufgeklappt als Notebook ist das Gerät 311 x 108 x 12,7 mm groß, das Slingshot-Tablet alleine misst 155,6 x 92,3 x 9,5 mm.
Windows-Android-Version mit Intel-Chip
In der Windows-Android-Version soll die Tastatur-Station für Windows 8.1 entweder mit einem Intel Core i7 3537U laufen oder mit einem Intel Core i5 4300U. Die Slingshot-Einheit soll einen Snapdragon 801 beherbergen. Die Tastatur-Station soll 4 GByte RAM haben, das Slingshot Tablet 3 oder 4 GByte – die Indiegogo-Angaben und das technische Datenblatt auf der Idealfuture-Seite widersprechen sich hier. Beide Einheiten sollen jeweils 128 GByte eingebauten Speicher haben, die Tastatur-Einheit soll zudem Steckplätze für eine weitere SSD und für Micro-SD-Karten besitzen. In der reinen Android-Version ist es etwas unklar, ob die Tastatur-Einheit ebenfalls einen eigenen Prozessor besitzen wird oder ob der des Slingshot-Tablets verwendet wird.





Das Slingshot-Tablet soll einen Fingerabdrucksensor besitzen und nach IP67 wasserdicht sein. Zudem soll ein LTE-Modul eingebaut sein, das Tastatur-Dock mit dem anderen Bildschirm soll nur WLAN empfangen können. Nutzer sollen im laufenden Betrieb das Slingshot abnehmen und per Remote Desktop auf die weiterhin über WLAN oder eine Ethernet-Verbindung mit dem Internet verbundene Tastatureinheit zugreifen können.
Ausziehbares Touchpad
Im Tastaturgehäuse sollen zudem ein Bluetooth-Headset, ein Eingabestift und ein herausziehbares Touchpad untergebracht sein. Für die Displays soll es eine Reihe von Wechsel-Covern geben. Sowohl das Slingshot als auch die Tastatur haben jeweils einen Akku, die beide über einen Anschluss in der Tastatur geladen werden sollen. Die Standby-Zeit des Tablets gibt Idealfuture mit über 16 Tagen an.
Für das Futurefön-Projekt sucht Idealfuture Unterstützer über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo. Das angestrebte Finanzierungsziel von 10.000 US-Dollar ist mit über 300.000 US-Dollar bereits weit überschritten. Die Kampagne läuft noch bis zum 20. November 2014. Die Macher garantieren jedem Unterstützer, ein Futurefon zu erhalten. Es soll bereits mehrere Prototypen geben, die technische Ausstattung kann sich allerdings bis zum finalen Produkt noch ändern.
Windows-Android-Kombination kostet 800 US-Dollar
Die reine Android-Version ist zurzeit noch für 300 US-Dollar zu haben, dieses Angebot ist allerdings auf 300 Stück limitiert. Der reguläre Preis der Android-Version beträgt 600 US-Dollar. Die Windows-Android-Variante kostet 800 US-Dollar, das vergünstigte Angebot für 400 US-Dollar ist bereits vergriffen. Bei Crowdfunding-Projekten besteht immer die Gefahr, dass trotz erfolgreicher Finanzierung kein Produkt zustande kommt.
Die aktuelle Futurefön-Kampagne ist bereits Idealfutures zweite Crowdfunding-Runde. In der ersten, im Dezember 2013 abgelaufenen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben das grundlegende Konzept des Futureföns finanziert und das Gerät dementsprechend komplett neu gestaltet. Für die erste Kampagne benötigte Idealfuture nur 33 Unterstützer, die insgesamt knapp 18.000 US-Dollar spendeten.