Hilfe aus der Community - hoffentlich auch in Zukunft

Golem.de: Wobei hat Ihnen die Community am meisten geholfen?

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Mrozek: Wir hatten wie gesagt in der Community jemanden, der uns Hinweise geben konnte, in welche Richtung wir entwickeln müssen, damit wir den OMAP mit der angesprochenen Bildschirmrotation zum Laufen bringen. Wir waren von der Pandora sehr verwöhnt. Da hatten wir ein paar richtige Low-Level-Coder, die die Konsole stark optimiert haben. Sie konnte 30 Tage mit geschlossenem Deckel angeschaltet herumliegen - und lief immer noch.

Aber diese Freaks, die sagen "Geil, da stürz ich mich jetzt rein!", sind heutzutage sehr schwierig zu finden. Viele sagen inzwischen, sie sind vom Beruf so stark gefordert, dass sie keine Lust mehr haben, nebenbei auch noch zu programmieren. Da hat sich wirklich viel geändert. Man wird immer mehr ausgenutzt im Job und hat einfach abends keinen Bock mehr, sich noch mal an irgendwas dranzusetzen.

Sehr viel wert ist da natürlich die moralische Unterstützung: Wenn Leute hinter einem Projekt stehen, gibt mir das die Motivation, weiterzumachen und alle Schwierigkeiten zu überwinden.

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Golem.de: Wie ist der aktuelle Stand bei der Pyra?

Mrozek: Wir haben auf der Konsole ein Standard-Debian laufen, aber es fehlt noch an Optimierungen. Die Software ist zwar da, aber sie ist teilweise noch sehr krude und nicht komfortabel in der Anwendung. Das entwickelt sich, je mehr Menschen die Pyra haben - das war bei der Pandora genauso.

Das unterscheidet sich ganz klar von anderen Projekten, dass die Community nach dem Kauf sagt: Jetzt habe ich das Gerät, was kann ich damit noch alles anstellen? Das ist kein Produkt, das man nur kauft, um seine ganzen Spiele unterwegs zu spielen. Es ist eigentlich ein Produkt, bei dem ein großer Teil des Spaßes ist, zu verfolgen, wie es sich weiterentwickelt - und sich selbst einzubringen.

Das Ziel ist aber natürlich ganz klar, dass wir irgendwann sagen: Das Gehäuse ist jetzt perfekt optimiert, es sieht gut aus, ist leicht zusammenzubauen, die Pyra ist modular. Natürlich wird es niemals ein Renner werden wie ein Raspberry Pi oder die ganzen GPD-Produkte. Es ist nicht für den breiten Massenmarkt gedacht. Ich bin eigentlich froh, dass die Community überschaubar ist, das reduziert auch die Trolle. So bleibt es eine erwachsene Community, in der es Spaß macht, sich zu unterhalten. Das gehört für mich einfach zum Produkt dazu.

TheC64 Mini

Golem: Was würden Sie verbessern, wenn Sie viel Geld zur Verfügung hätten?

Mrozek: Ich würde definitiv eine professionelle Version der Pyra machen. Ich würde einen Gehäusedesigner beauftragen. Es fängt schon damit an, dass wir ganz normale Plastikschrauben im Gehäuse haben. Da könnte man natürlich auch kleine Metall-Inlays machen.

Ich würde mir Firmen suchen, die Erfahrung haben mit Wämeverteilung im Gerät, das ist ja eine eigene Wissenschaft. Auch Verbesserungen im Audiobereich wären denkbar - damit es gut klingt, braucht man eigentlich ein Labor.

Golem.de: Was können wir in Zukunft erwarten?

Mrozek: Die Grundidee der Pyra war, dass wir nicht wie bei der Pandora bei null anfangen müssen. Jetzt geht es darum, dass wir sie verbessern. Das heißt, wir werden uns nach neuen Prozessoren umschauen, die wir verwenden können. Gleichzeitig überlegen wir, wie wir das Gehäuse verbessern können. Es ist ja nichts verklebt, das kann jeder auseinandernehmen. Wenn wir ein verbessertes Gehäuse anbieten, können die Kunden die Originalhardware selbst einbauen.

Es gibt natürlich noch ein paar andere Projekte. Wir haben Flash-Karten für Mega Drive und SNES entwickelt - nicht mit wechselbarer SD-Karte, sondern für die Homebrew-Spieleproduktion. Wir können also on demand in Kleinserie Spielmodule produzieren. Wir arbeiten auch mit Strictly Limited Games zusammen und wir machen die Module für Ultracore und andere aktuelle Titel.

Da bieten wir Full Service, wir brauchen nur die Daten und die Grafiken und dann machen wir das komplett: drucken, Modul, Gehäuse. Wir haben eigene Gussformen, zum Beispiel für die Modulgehäuse, und können jede beliebige Farbe herstellen. So etwas versuchen wir zu unterstützen. Das ist ja der Gedanke der Homebrew-Hobby-Entwicklung - genau wie bei der Pyra.

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 Die Büchse der Pandora
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