Dragon Age Inquisition: 200 Stunden, 15.840 Handlungspfade und Zehntausende von Bugs

Dragon Age Inquisition ist ohne größere Programmfehler erschienen - obwohl es davor zeitweise Zehntausende von Bugs hatte. Golem.de hat mit der aus Deutschland stammenden Tulay McNally von Bioware über die Quality Assurance (QA) gesprochen.

Artikel veröffentlicht am ,
Dragon Age Inquisition
Dragon Age Inquisition (Bild: Bioware)

"Eine Shooter-Engine, die zum ersten Mal in einem Rollenspiel dieser Art zum Einsatz kam, ein riesiger Umfang von bis zu 200 Stunden, fünf Plattformen, vier Rassen und drei Klassen, 300 Nebenmissionen und 15.840 Handlungspfade sowie eine Million Wörter": So beschreibt Tulay McNally die Herausforderung, vor der sie mit ihrem Team bei Dragon Age Inquisition stand.

Inhalt:
  1. Dragon Age Inquisition: 200 Stunden, 15.840 Handlungspfade und Zehntausende von Bugs
  2. 30 Prozent technische Bugs

Die aus München stammende McNally war bei Bioware in Kanada als Director of Development QA and Quality Engineering für die Qualitätssicherung des Ende 2014 veröffentlichten Rollenspiels zuständig. Auf der Entwicklerkonferenz Quo Vadis 2015 in Berlin hat sie von ihrer Arbeit an dem Mammutprojekt berichtet.

Ihre Abteilung musste mit der Arbeit schon deutlich vor den ersten spielbaren Abschnitten beginnen. Dank der Frostbite-Engine von Dice sollte Dragon Age Inquisition zwar über eine leistungsstarke Laufzeitumgebung verfügen. Die war aber für Shooter ausgelegt, entsprechend musste Bioware nicht nur viele Module neu programmieren, etwa für die Audio-Ausgabe, für das Scene-Design und die Zwischensequenzen, sondern auch die Entwicklerwerkzeuge.

All diese Programme und Module müssen von der Qualitätssicherung unter die Lupe genommen werden, damit Designer später ohne größere Probleme damit arbeiten können. Für diese erste, sehr technische Phase sind Experten zuständig, die am Ende der Entwicklung wieder besonders gefragt sind. Als das Spiel weitgehend stand, durften sie im sogenannten "Chaotic Testing" versuchen, Exploits zu finden oder das Spiel mit Tricks zu überlisten.

"Sie können die internen Abhängigkeiten im Programm gut einschätzen", so McNally. Das habe auch den angenehmen Effekt, dass ein Fix oft sehr viele damit zusammenhängende Probleme gelöst habe - wodurch die zeitweise zehntausende Einträge umfassende Bug-Liste vergleichsweise schnell hätte abgearbeitet werden können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
30 Prozent technische Bugs 
  1. 1
  2. 2
  3.  


widardd 30. Apr 2015

Wollen wir Spiele/Kunst jetzt nach irgendwelchen moralischen Maßstäben bewerten? Gabs...

Sharkuu 30. Apr 2015

ich kann in die richtung Ys Origins empfehlen...kaum ein spiel hat mich in den letzten...

M.Kessel 30. Apr 2015

Das habe ich als Spielleiter auch lernen müssen. Schmeiß die Geschichte erst mal weg...

M.Kessel 29. Apr 2015

Spiele mit gutem Kampfsystem sind meiner Meinung nach: Dark Souls, I + II. Bound by...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Starship Troopers
Paul Verhoevens missverstandene Satire

Als Starship Troopers in die Kinos kam, wurde ihm faschistoides Gedankengut unterstellt. Dabei ist der Film des Niederländers Paul Verhoeven eine beißende Satire.
Von Peter Osteried

25 Jahre Starship Troopers: Paul Verhoevens missverstandene Satire
Artikel
  1. Azure DevOps: Die Entwicklerplattform, die es richtig macht
    Azure DevOps
    Die Entwicklerplattform, die es richtig macht

    Azure DevOps ist eine mächtige und ständig wachsende Plattform. Ich bin Fan - und zwar aus guten Gründen.
    Ein IMHO von Rene Koch

  2. Lügenvorwürfe: Beschwerden über Telekom-Drückerkolonnen auch in Karlsruhe
    Lügenvorwürfe
    Beschwerden über Telekom-Drückerkolonnen auch in Karlsruhe

    Wie in Köln arbeiten Telekom-Werber offenbar auch in Karlsruhe mit fragwürdigen Methoden. Verbraucherschützer fordern ein Verbot solcher Besuche ohne Einwilligung.

  3. Energiekrise: Brauchen wir Atomkraftwerke noch?
    Energiekrise
    Brauchen wir Atomkraftwerke noch?

    Wegen des Kriegs in der Ukraine laufen die letzten drei deutschen Atomkraftwerke bis Mitte April. Ein Weiterbetrieb wird gefordert. Wie realistisch oder sinnvoll ist das?
    Eine Analyse von Werner Pluta

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Kingston NV2 2TB 104,90€ • Patriot Viper VPN100 2TB 123,89€ • Alternate: Weekend Sale • WSV bei MediaMarkt • XIAOMI Watch S1 149€ • Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 Radeon RX 6800/XT 227,89€ • MindStar: be quiet! Dark Power 13 1000W 259€ • The Legend of Zelda: Link's Awakening 39,99€ [Werbung]
    •  /