Draco: Esa will kontrollierten Satellitenabsturz optimieren
Die europäische Weltraumorganisation Esa hat dem Raumfahrtunternehmen Deimos Space aus dem spanischen Puertollano den Auftrag für seine Draco-Mission (Destructive Re-entry Assessment Container Object) erteilt. Mit Draco soll sichergestellt werden(öffnet im neuen Fenster) , dass Satelliten beim Wiedereintritt vollständig verglühen.
Es wird die weltweit erste Demonstration eines kontrollierten Aufbruchprozesses in der Erdatmosphäre sein. Das Ziel der Mission besteht darin, bestehende Unsicherheiten bei Aufbruch- und Abbauprozessen zu verringern.
Dokumentation für eine nachhaltige europäische Raumfahrt
Die Abfolge der Ereignisse während des zerstörerischen Wiedereintritts eines Satelliten soll mit der Draco-Mission aufgezeichnet werden. Die Aufnahmen sollen mit einer Rettungskapsel zur Erde geschickt werden. Die Erkenntnisse aus der Mission sollen dazu beitragen, die Technologien für eine frühzeitige Fragmentierung und ein Design für den Verfall (design-for-demise; D4D) voranzutreiben. Die Esa strebt einen Zero-Debris-Ansatz für ihre Missionen an, bei dem kein Weltraummüll zurückbleiben soll .
Ein vollständiges Verglühen von Satelliten in der Atmosphäre soll laut Esa die Sicherheit der Menschen sowie die Unversehrtheit der Infrastruktur und Vermögenswerte sowohl im Luftraum als auch am Boden gewährleisten.
"Die von Draco gesammelten Daten werden die Entwicklung neuer Technologien für den Bau von Weltraumsystemen mit besserer Verwertbarkeit bis 2030 unterstützen" , teilte Holger Krag, Esa-Leiter der Abteilung für Weltraumsicherheit, mit.
Die Mission ist für das Jahr 2027 geplant und soll einen 150 Kilogramm schweren Satelliten umfassen. Für die erste Phase der Missionsentwicklung erhält das Unternehmen drei Millionen Euro. Das gesamte Auftragsvolumen umfasst 17 Millionen Euro.
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