Dr Stegger zieh: Schweizer Fußballfans protestieren gegen E-Sport

Mit auf das Spielfeld geworfenen Playstation-Controllern und Tennisbällen haben Fußballfans in der Schweiz gegen E-Sport protestiert. Sie fürchten weitere Kommerzialisierung und bewegungsfaule Kinder.

Artikel veröffentlicht am ,
Spieler des FC Basel beim Fußball
Spieler des FC Basel beim Fußball (Bild: Robert Hradil/Getty Images)

Bei der Fußballpartie zwischen dem amtierenden Schweizer Meister Young Boys Bern und dem FC Basel am 23. September 2018 haben Fans mit einer ungewöhnlichen Aktion gegen E-Sport protestiert: Während des laufenden Spiels haben sie Tennisbälle und Gamepads auf das Feld geworfen und mit einem Banner gefordert, "Esport dr Stegger zieh". Einer der Auslöser für die Aktion sind Spekulationen, dass der Fußballverband des Landes die Vereine verpflichten möchte, eine eigene E-Sport-Liga zu gründen.

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Die protestierenden Fans lehnen das ab. Sie fürchten offenbar eine weitere Kommerzialisierung ihres Sports und möchten Kinder und Jugendliche lieber auf dem Rasen statt auf dem Sofa kicken sehen. Dazu kommen noch weitere Auslöser: Speziell beim FC Basel gibt es laut dem Nachrichtenportal Nau.ch seit einigen Monaten Streit, weil der Präsident seinen Verein gerne als "Marke" bezeichnet und lieber von "Kunden" als von Fans spricht - auch das wird als übertriebene Ausrichtung in Richtung Big Business verstanden.

In Deutschland verläuft die öffentliche Diskussion um E-Sport und Fußball bislang meist entlang anderer Streitlinien. Hier ist es eher die DFB-Spitze um Präsident Reinhard Grindel, die sich immer wieder gegen E-Sport ausspricht. "Fußball gehört auf den grünen Rasen und hat mit anderen Dingen, die computermäßig sind, nichts zu tun", sagte Grindel im April 2018. Seitdem hat sich der Verband allerdings neu positioniert, nun will er Sportspiele wie Fifa oder PES akzeptieren. Alle anderen im E-Sport verbreiteten Titel lehnt er aber mehr oder weniger deutlich ab.

Viele Bundesligaklubs haben inzwischen eigene Abteilungen für E-Sport gegründet. Die meisten konzentrieren sich auf Fußball, aber nicht alle - Schalke 04 etwa ist international recht erfolgreich bei Turnieren mit League of Legends vertreten. Ausgerechnet Meister Bayern München hat nochmal einen eigenen Weg gewählt: Der Verein unterstützt E-Sport nur mit dem Basketballspiel NBA 2K.

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Eheran 28. Sep 2018

Einverstanden. Trotzdem schade, dass der TO nichts weiter sagt. So nach dem Motto "ich...

Eheran 27. Sep 2018

Also ich habe dir den Beleg geliefert, was willst du jetzt noch?

Eheran 26. Sep 2018

UT? Keine Gewaltausbrüche? Die sind doch schon da, bevor das Spiel überhaupt gestartet...

ElMario 26. Sep 2018

Krank...oder erwachen die Fans jetzt ? x'D Katar, Brazil...und ein bisschen Videogames...



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