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Dr. Seltsam: Klassiker von Stanley Kubrick kommt auf die Bühne

Es gibt Filme , die heute wieder so aktuell sind wie zu ihrer Entstehungszeit. Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben gehört dazu.
/ Peter Osteried
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Slim Pickens in einer der imposantesten Szenen des Films: der Ritt auf der Bombe (Bild: Sony Pictures)
Slim Pickens in einer der imposantesten Szenen des Films: der Ritt auf der Bombe Bild: Sony Pictures

Das Filmmagazin Empire(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass der Satiriker Armando Iannucci (Veep, The Death of Stalin) daran arbeitet, den Klassiker Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben von Stanley Kubrick auf die Bühne zu bringen. Genauer: Ins berühmte Londoner West End. Viel ist über das Projekt noch nicht bekannt – außer, dass das Stück im Herbst debütieren soll.

Darum geht es: Der paranoide amerikanische General Jack D. Ripper fühlt sich durch den Kommunismus bedroht. Er dreht durch und setzt die amerikanische Atombombenflotte Richtung Sowjetunion in Marsch. Zugleich nimmt er die Rückruf-Codes mit ins Grab, weswegen der US-Präsident die Sowjetunion über die Einzelheiten des Angriffs unterrichten muss, damit er abgewehrt werden kann. Doch ein Bomber kommt durch.

"Der Film ist nicht nur zeitlos, sondern heutzutage wieder sehr viel relevanter. Mit dem Krieg in der Ukraine, aber auch mit diesem apokalyptischen Gefühl, das mit der globalen Erwärmung einhergeht," sagte Iannucci. "Ich habe das Gefühl, dass die Botschaft des Films heute wieder wichtig ist, und dass man erkennen muss, dass der Wahnsinn uns direkt ins Gesicht starrt und triumphieren wird, wenn wir nichts tun."

Generell erlaubt es der Kubrick Estate nicht, dass die Werke des großen Regisseurs in irgendeiner Form adaptiert werden. "Wir haben immer gezögert, wenn es Anfragen gab, ob Stanleys Werk adaptiert werden könnte. Niemals haben wir zugestimmt. Für ihn war es wichtig, dass sein Werk nicht verändert wird und dem entspricht, was er erschaffen hat. Aber wir konnten bei diesem Projekt nicht nein sagen" , sagte seine Witwe Christiane. Weil die Zeit dafür richtig sei, weil die Leute, die dahinterstehen, fantastisch seien "und weil Dr. Seltsam einem neuen jungen Publikum bekanntgemacht werden muss. Ich bin mir sicher, dass Stanley das auch gewollt hätte."

Iannucci hatte vollen Zugang zu Kubricks Archiv und fand einiges an aus dem Film geschnittenem Material und Beschreibungen nie gedrehter Szenen, die er in das Theaterstück integrieren will.


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