DozyAP: Wie Smartphones bei WLAN-Tethering länger laufen

Von Microsoft Research stammt ein Vorschlag für ein neues Protokoll für die mobilen Hotspots von Smartphones. Das DozyAP genannte Verfahren kann die Laufzeit um ein Drittel verlängern und wurde bereits in der Praxis erprobt.

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Das Nexus One diente als Testobjekt für DozyAP.
Das Nexus One diente als Testobjekt für DozyAP. (Bild: Google)

Der mobile Hotspot, auch WLAN-Tethering oder Wifi-Tethering genannt, ist eine der nützlichsten Funktionen von Smartphones, wenn man über das Gerät anderen Clients Zugang zum Internet verschaffen will. Das ist unter anderem für Tablets ohne Mobilfunkanbindung nützlich, kann aber auch Notebooks ohne Kabel ins Netz hängen.

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Da dabei aber beide Funkschnittstellen wie 3G und WLAN aktiv sind, benötigt das Telefon viel Energie. Die meisten von Golem.de getesteten Smartphones gaben bei WLAN-Tethering innerhalb weniger Stunden auf. Auch in den Experimenten von Microsoft Research reduzierte sich die Standby-Zeit eines Nexus One von 70 auf 5,2 Stunden, wenn WLAN-Tethering nur eingeschaltet war. Diese Zeit ergab sich, ohne dass die Internetverbindung genutzt wurde.

Wie die Forscher in einem Entwicklungspapier (PDF) beschreiben, liegt das vor allem am Fehlen von Stromsparfunktionen für einen WLAN-Access-Point. Das Smartphone stellt einen solchen dar, der per Software realisiert wird, daher wird er in der Arbeit auch "SoftAP" genannt. Anders als bei WLAN-Clients sehen die IEEE-Standards für die Access Points kein dynamisches Stromsparen vor. Das ist auch der Grund, warum sich bei vielen Routern nur die Sendeleistung in einigen Stufen regeln lässt. Microsoft Research schlägt nun als Erweiterung der Firmware des Smartphones die Funktion "DozyAP" vor. Sie soll sich mit den WLAN-Standards vertragen, diese müssen dazu nicht geändert werden.

DozyAP kann laut Versuchen der Forscher mit einem Nexus One und einem HTC HD7 beim WLAN-Tethering das WLAN zu 83 Prozent der Zeit in einen Schlafmodus schalten, die Laufzeit verlängerte sich dabei um 33 Prozent. Dabei analysiert die Software ständig den WLAN-Verkehr und schaltet das Funkmodul in zwei verschieden sparsame Zustände - so wie es auch bei Benutzung als Client geschehen würde. Ganz abgeschaltet wird das WLAN-Modul nie, damit der Anwender nach einer Pause nicht lange warten muss. Als Clients setzten die Entwickler ein Lenovo-Notebook und ein iPad 2 ein. Auch mit mehreren Clients - bis zu acht wurden getestet - ergaben sich Einsparungen.

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Ob DozyAP als offener Standard anderen Herstellern zur Verfügung gestellt wird oder sogar Teil der WLAN-Standards wird, geht aus dem Forschungspapier nicht hervor.

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