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Downloads: Boxopus lädt Torrents direkt in die Dropbox

Über die Website Boxopus können Dateien aus Bittorrent direkt in die Dropbox des Anwenders gespeichert werden. Ein Umweg über den lokalen Rechner erfordert der Dienst nicht. Torrent-Websites können den Download in Boxopus als Option direkt anbieten. Damit ist ein recht hoher Grad von Anonymität beim Datendownload möglich.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Andreas Donath
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Boxopus ist Bindeglied zwischen Torrents und Dropbox. (Bild: Boxopus)
Boxopus ist Bindeglied zwischen Torrents und Dropbox. Bild: Boxopus

Wer mit Boxopus Torrent-Dateien herunterladen will, muss dem Dienst per API ermöglichen, auf einen separaten Ordner namens "boxopus" seines Dropbox-Kontos zuzugreifen. Das Anlegen des Ordners übernimmt das Dropbox-API. Die restlichen Daten kann Boxopus nicht sehen.

Die Server von Boxopus ziehen dann die Dateien für den Anwender aus dem Peer-to-Peer-Netzwerk und kopieren sie automatisch in den Cloud-Speicher. Von dort aus wird der Inhalt automatisch über alle angeschlossenen Geräte des Anwenders zur Verfügung gestellt. Über das Webinterface von Boxopus können neue Torrents hinzugefügt werden. Alternativ können Websites Links veröffentlichen, die die Funktion direkt ansteuern. Dann spart sich der Anwender sogar den Zugriff auf die Weboberfläche von Boxopus.

Einige bekannte Sites wie Torrentreactor, Fulldls.com, Vertor.com und Torrentzap.com unterstützen diese Möglichkeit bereits, berichtet die Website Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) .

Gefühlte Anonymität

Ein Dropbox-Konto mit 2 GByte Basisspeicherplatz kann sich jeder Anwender mit einer funktionsfähigen E-Mail-Adresse zulegen. Mit den US-Behörden arbeitet Dropbox zusammen , wenn rechtliche Schritte eingeleitet werden, teilte der Dienst im April 2011 mit. Einem rechtmäßigen behördlichen Auskunftsverlangen wird sich auch Boxopus nicht verschließen können. So könnten Zugriffe und Torrent-Download-Anweisungen von Anwendern Ermittlungsbehörden in die Hände gelangen, die Rückschlüsse über die IP der Anwender und ihr Dropbox-Konto ermöglichen.

So taucht zwar die IP des Anwenders beim Download der Torrents nicht mehr auf, da Boxopus die Downloads durchführt, aber eine Garantie auf vollständige Anonymität ist das nicht, da Boxopus selbst ins Visier geraten könnte. Boxopus befindet sich in der Betaphase und ist kostenlos nutzbar.

Einschränkungen hinsichtlich von Dateigrößen und -arten gibt es bei Boxopus(öffnet im neuen Fenster) bislang nicht. Dass künftig Kapazitätsschranken eingebaut werden, lässt schon jetzt ein Hinweis erkennen, der Statistiken und den "restlichen Traffic" anzeigt.

Nachtrag vom 26. Juni 2012, 14:13 Uhr

Boxopus teilte mit, dass die Downloads temporär gestoppt wurden. Ob Dropbox dem Downloaddienst den Zugang gesperrt hat, geht aus dem kurzen Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) allerdings nicht hervor.


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