• IT-Karriere:
  • Services:

Downloadable Content: Teurer Spielspaß

Mehr als 600 Euro sind für das komplette Die Sims 4 fällig, Crusader Kings 2 und ähnliche Titel kosten ebenfalls sehr viel Geld. Abzocke oder doch ein faires Angebot?

Artikel von Daniel Ziegener veröffentlicht am
Artwork der Die-Sims-4-Erweiterung "Werde berühmt"
Artwork der Die-Sims-4-Erweiterung "Werde berühmt" (Bild: Electronic Arts)

Early Access, Season Pass und Games as a Service: Nirgendwo werden die Veränderungen der Spieleindustrie so deutlich wie in diesen heiß diskutierten Schlagwörtern.

Inhalt:
  1. Downloadable Content: Teurer Spielspaß
  2. Community wollte schwarzkopieren

Bekamen Spiele früher eine, vielleicht zwei große Erweiterungen spendiert, ist das kontinuierliche Liefern neuer Inhalte heute die Norm. Für Spiele abseits des Mainstreams ist das nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance.

Dieser Wandel führt noch immer zu Reibungen zwischen Entwicklern und ihrem Publikum. "Wir müssen uns für unser Modell eine Menge Mist anhören", sagt Shams Jorjani. Er ist zuständig für die Geschäftsentwicklung von Paradox Interactive, dem Publisher hinter Strategiespielen wie Stellaris, Cities: Skylines und Crusader Kings 2.

All diese Spiele finden sich auch 2019 noch in den Bestsellerlisten von Steam wieder, obwohl ihr Erscheinen bereits vier, fünf oder sogar acht Jahre her ist.

Stellenmarkt
  1. NÜRNBERGER Versicherung, Nürnberg
  2. über duerenhoff GmbH, Lüdenscheid

Das Mittel, mit dem Paradox sein Portfolio über Jahre hinweg frisch hält, ist DLC - also Downloadable Content, kostenpflichtige herunterladbare Zusatzinhalte. Für das Science-Fiction-Setting von Stellaris gibt es ab 7,99 Euro eine neue Alien-Fraktion. Wer in Crusader Kings 2 das mittelalterliche China erkunden will, muss 14,99 Euro für die Erweiterung Jade Dragon bezahlen.

Erweiterungen statt Fortsetzungen

Dieses Geschäftsmodell ist es, wofür Jorjani sich manchmal "Mist anhören muss". Denn einigen Fans stößt es sauer auf, mehrmals für dasselbe Spiel bezahlen zu müssen. Sie befürchten auf Reddit, Youtube und Steam lautstark, dass dieses Modell den verhassten Mikrotransaktionen von Mobile Games ähnelt und fühlen sich abgezockt.

Paradox geht mit dem kritisierten Ansatz transparent um. Die Entwicklungskosten neuer Inhalte für einen bereits veröffentlichten Titel seien deutlich niedriger als für ein komplettes Spiel. Die Wiederspielbarkeit gehört zu den Säulen der Design-Philosophie des Publishers. Zusatzinhalte sind eine Möglichkeit, die Spielzeit über den ursprünglichen Kaufpreis hinaus zu monetarisieren.

Klappbetten für Die Sims kosten 9,99 Euro

Das Musterbeispiel - oder Abschreckung, je nachdem wie man dem Modell gegenübersteht - sind Die Sims. Die Lebenssimulationsserie von Electronic Arts feierte gerade ihren 20. Geburtstag und beschenkte sich selbst mit dem 20-millionsten Spieler für den vierten Teil.

Diese Millionen von Spielern wurden seit der Veröffentlichung 2014 mit kostenpflichtigen Erweiterungspaketen bei Laune gehalten. Die 33. ist unter dem Namen Tiny Houses im Januar 2020 erschienen.

Für 9,99 Euro können Sims-Fans jetzt besonders kleine Traumhäuser inklusive Klappbett bauen. Solche Erweiterungen bescherten EA seit 2014 kontinuierliche Einnahmen von mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Das Geschäftsmodell funktioniert auch, weil Die Sims zwar eine millionenfach verkaufte Serie ist, sie aber in ihrem Genre kaum Konkurrenz hat. Wer nach 200 Stunden noch mehr vom Gleichen haben möchte, hat kaum eine andere Wahl, als neue Inhalte für Die Sims zu kaufen.

Konkurrenzlos in der Nische

Ein paar Millionen Mal weniger hat sich The Hunter: Call of the Wild verkauft. Auch die Jagdsimulation von Avalanche Studios bedient eine Nische. "Der Markt für Outdoor-Games ist nicht so überfüllt wie einige Genres im Mainstream", sagt Philipp Strecker, Produzent bei dem schwedischen Entwickler.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Community wollte schwarzkopieren 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 39,99€ (Release: 25. Juni)
  2. Prime 30 Tage kostenlos testen - danach 7,99€ pro Monat, jederzeit kündbar
  3. 699€ (Vergleichspreis 844€)

Fenster 04. Mai 2020 / Themenstart

Danke für den Link, das ist ja sogar ganz aktuell von der letzten GDC. bin selbst Paradox...

rldml 02. Mai 2020 / Themenstart

Bei anderen Entwicklern hätte ich dir Recht gegeben, allerdings sind die typischen...

7of9 27. Apr 2020 / Themenstart

danke die 40k Dawn of War RTS Titel sind nicht so meins. ^^ Allerdings war es ein Fehler...

Lemo 24. Apr 2020 / Themenstart

Die Gratispatches, die zu jedem Paradox-DLC für Nichtkäufer mitgeliefert werden...

Lemo 24. Apr 2020 / Themenstart

Nein, nicht in der SteamBeta, sondern im ganz normalen Steam Client im...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Doom Eternal - Test

Doom Eternal ist in den richtigen Momenten wieder eine sehr spaßige Ballerorgie, wird aber an einigen Stellen durch Hüpfpassagen ausgebremst.

Doom Eternal - Test Video aufrufen
    •  /