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Toby "TobiWan" Dawson kommentiert seit 10 Jahren Dota.
Toby "TobiWan" Dawson kommentiert seit 10 Jahren Dota. (Bild: Freaks 4U Gaming)

Dota-Caster TobiWan: Sein Ziel ist die Unsterblichkeit

Toby "TobiWan" Dawson kommentiert seit 10 Jahren Dota.
Toby "TobiWan" Dawson kommentiert seit 10 Jahren Dota. (Bild: Freaks 4U Gaming)

Was Marcel Reif für Fußball ist, ist er für Dota: Toby "TobiWan" Dawson ist einer der bekanntesten Games-Kommentatoren. Hier erzählt er, wie es soweit kommen konnte.
Von Eike Kühl

Ein Novembernachmittag in der Altstadt von Spandau. Hier, im bürgerlichen und gänzlich unhippen Berliner Vorort, lebt Toby Dawson. Sein Arbeitgeber Freaks 4U Gaming sitzt nur einige Straßen weiter in einem unscheinbaren grauen Bürohaus. "Ich genieße die Ruhe", sagt der gebürtige Australier. Denn Dawson hat genug Action, wenn er im Studio ist, was er ziemlich oft und häufig bis tief in die Nacht tut.

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Toby Dawson, besser bekannt als TobiWan, kommentiert hauptberuflich Games. Er ist ein Caster, wie es in der E-Sport-Szene heißt. Seit gut zehn Jahren ist der 30-Jährige einer der bekanntesten Live-Kommentatoren des Multiplayer-Spiels Defense of the Ancients, kurz Dota. Wenn am Samstag in Frankfurt das Finale des ESL-Turniers stattfindet, wird Dawson jede Aktion aus der virtuellen Arena in die Welt hinaustragen.

Seinetwegen ist der E-Sport keine stumme Angelegenheit, das macht ihn beliebt und bekannt. "Wir sind im Vergleich zu den Spielern einfacher abzugreifen", sagt Dawson. Wenn er auf Dota-Turnieren wie in Frankfurt oder The International in Seattle unterwegs ist, wird er ständig erkannt. Selfies mit den Zuschauern gehören deshalb zu seinem Job, auch wenn Dawson sich selbst als introvertiert bezeichnet - was angesichts der Tatsache, dass er selbst über seinen türkischen Hackbällchen im Restaurant nicht aufhört zu reden, tiefgestapelt wirkt. Aber doch, versichert er, es gebe wirklich eine Grenze zwischen dem Caster TobiWan und der Privatperson Toby Dawson.

Ein Desaster für die Ewigkeit

Wie in anderen Sportarten gibt es im E-Sport unterschiedliche Typen von Kommentatoren. Einige sind ehemalige Profis, die besonders gut Taktiken erklären können. Andere sind ruhiger, analytischer, und wieder andere können mit der emotionalen Schilderung der Spielgeschehnisse die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Das ist Dawson. Welche Macht er hat, zeigte sich zuletzt im Finale des diesjährigen The International, bei dem es um ein Preisgeld in Rekordhöhe von sechs Millionen US-Dollar ging.

Im letzten Spiel trafen beide Teams aus jeweils fünf Spielern in einem entscheidenden Moment aufeinander. Ein überraschender Angriff des US-Teams Evil Geniuses endete mit vier toten Helden ihrer Gegner vom chinesischen Team CDEC, was wenig später den Turniersieg für die Amerikaner bedeutete. Dass der als Sechs-Millionen-Dollar-Slam bekannte Moment inzwischen legendär ist, liegt auch am Kommentar von TobiWan.

Er beschreibt zunächst, was passiert: Die Evil Geniuses schleichen sich an die Gegner heran, scheinen zu zögern. Dann geht alles ganz schnell - ein Iceblast fliegt über die Karte, kurz darauf folgt ein Echo Slam, der zwei weitere Helden ins Jenseits befördert. "It's a disaster!" brüllt TobiWan in einer hohen Tonlage unter dem Jubel der Zuschauer. "Viele glauben, meine Stimme wäre in dem Moment gebrochen, aber das war alles geplant. Ich weiß genau, wie weit ich gehen kann und habe während des gesamten Turniers auf die richtige Situation gewartet. Und der Moment war wirklich spektakulär", erklärt Dawson.

Seine Fans lieben ihn für solche Momente. Seine Aufgabe sei es, Szenen wie diese gewissermaßen "unsterblich zu machen", die besten Spielzüge in einem taktisch hochkomplexen Spiel wie Dota in Worte zu packen: "In dem Moment, in dem du die Leute emotional erreichst, können sie nicht mehr wegsehen. Wenn die Zuschauer bei sich zu Hause durch die Wohnung laufen und nur ab und zu auf den Bildschirm gucken, hab ich meinen Job nicht gut gemacht", sagt Dawson. Glücklicherweise komme sein Enthusiasmus meist automatisch durch das Spiel - ein langweiliges 0:0 wie im Fußball gibt es in Action-Strategiespielen wie Dota oder League of Legends nämlich nicht, früher oder später müssen die Teams aufeinander treffen und kämpfen.

Alles ein großer Fehler? 

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Analysator 21. Nov 2015

Wenn man mit etwas Humor rangeht, ist Fritz einer der Besten :) Was (Sky) angeht, ist es...

Analysator 21. Nov 2015

uiuiui! Und ich kenne Toby nicht. Gruß von der "UI Reif? UI Stadionton!" Fraktion :)

TarikVaineTree 20. Nov 2015

Klar: https://youtu.be/CMhCMSzXqSo

Bautz 20. Nov 2015

Ich finde die Radio-Sendungen erheblich besser ... was da teilweise an Begeisterung rüber...

moppi 20. Nov 2015

ich sprech vom anime weil das sich die meisten am ehstern ankucken würden als ein paar...



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