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Simon "Handsken" Haag bei der ESL One 2016 in der Frankfurter Commerzbank-Arena
Simon "Handsken" Haag bei der ESL One 2016 in der Frankfurter Commerzbank-Arena (Bild: Helena Kristiansson/ESL)

'Wir leben zusammen, wir reisen zusammen, wir sind einfach immer zusammen'

Golem.de: Ist echte Freundschaft wie zu Zeiten der Dota-Mod überhaupt noch wichtig?

Handsken: Ich denke, man muss wirklich miteinander klarkommen, denn ansonsten wird man als Team nicht funktionieren, daran führt kein Weg vorbei. Ich persönlich verbringe mindestens 80 Prozent meiner Zeit mit meinem Team. Wir leben zusammen, wir reisen zusammen, wir sind einfach immer zusammen. Sie sind so etwas wie meine Familie geworden. Würden wir uns dann nicht ausstehen können, würden wir nicht als Team funktionieren, selbst wenn wir alle fünf die besten Spieler der Welt wären.

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Golem.de: Steht das Vertrauen im echten Leben mit dem Vertrauen in die spielerischen Fähigkeiten eines Teammitglieds in Verbindung?

Handsken: Ich glaube schon. Wenn man mit seinem Teamkollegen in manchen Themen, sagen wir einmal Politik, nicht übereinstimmt, oder auch nur darin, wo man essen gehen will, dann beginnt man irgendwann, an dieser Person zu zweifeln. Ich weiß nicht so recht, wie ich es ausdrücken soll, aber wenn man so viel zusammen macht, überträgt sich dies irgendwann dann auch auf Dota. Wenn man Zweifel an einer Person im echten Leben hat, dann zweifelt man irgendwann auch im Spiel an ihr.

Golem.de: Selbst wenn man weiß, dieser Spieler versteht eine Menge vom Spiel und ist gut in dem, was er tut, ruft es Zweifel im Spiel hervor, wenn man sich mit seiner politischen Meinung nicht identifizieren kann?

Handsken: So würde ich es nicht ausdrücken. Ich würde eher sagen, wenn man einer Person im echten Leben nicht vertrauen kann, dann verliert man auch in Dota das Vertrauen in sie. Man sagt sich nicht einfach: "Der Spieler ist gut!", und beginnt, ihm zu vertrauen. Ich denke, das geht Hand in Hand. Das ist dieser mentale Aspekt.

Immer auf den Punkt genau

Golem.de: Vertrauen ist sicherlich viel in der Kommunikation während des Spiels nötig, immerhin passiert oftmals mehr innerhalb eines Team-Fights, als benannt werden kann. Wie meistert man solche Situationen?

Handsken: Es ist wichtig, nicht einfach nur zu reden, es muss effektive Kommunikation sein. Man kann nicht einfach irgendwelche irrelevanten Dinge beim Namen nennen, jede Aussage muss auf den Punkt treffend und für die Team-Mitglieder wichtig sein. Mach es deinem Team einfach, dich zu verstehen. Sag an, wenn du stunnen und einen Kampf beginnen willst. Das geht am besten mit möglichst direkter Kommunikation, die es deinem Team abnimmt, erst über das Gesagte nachdenken zu müssen, bevor es reagieren kann.

Golem.de: Können sie da konkrete Beispiele benennen?

Handsken: Statt zu fragen: "Wer soll zuerst stunnen?", muss man einfach sagen: "Du stunnst zuerst!" Kurz, bündig und direkt, immer den Nagel auf den Kopf treffen. Man muss dem Team so viel Denkarbeit wie nötig abnehmen, damit es sich auf das Spielgeschehen konzentrieren kann.

 Dota: Athleten müssen im E-Sport mehr als nur gut spielen

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gisu 27. Jun 2016

Ist immer Ansichtsache, du siehst die Welt mit wachsendem Alter hat auch anderes...

TheUnichi 27. Jun 2016

Wer sagt denn, dass du keine LAN-Parties mehr machen darfst? Bist du E-Athlet? Meine...

Brânakastryke 27. Jun 2016

Abgesehen das du offensichtlich keine Ahnung von der Definition eines Athleten hast, ist...

derKlaus 26. Jun 2016

Warum sollte es beim e-Sport anders sein, als bei allem anderen? Es gibt immer jemanden...



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