Dota 2: Spieler vermeiden kostet 10 Euro

Valve hat eine neue Funktion in Dota 2 freigeschaltet, die den Namen "Spieler vermeiden" trägt - und genau das macht: Wer nicht mehr mit einem bestimmten anderen Teilnehmer antreten möchte, kann diesen nach der Partie in einer Übersicht entsprechend markieren. Laut Darstellung von Valve bekommt man es anschließend "garantiert" nicht mehr mit der unerwünschten Person zu tun. Laut Berichten in Foren(öffnet im neuen Fenster) stimmt das aber nicht ganz: Offenbar sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Match Making den Spieler erneut auswählt, zwar drastisch. Mit etwas Pech trifft man sie oder ihn aber eben doch wieder.
Valve bezeichnet die Funktion derzeit als "experimentell" - es könnte also sein, dass die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Treffens sich noch verändert oder tatsächlich auf null sinkt. Mit "Spieler vermeiden" dürfte es der Firma vor allem darum gehen, sogenanntes toxisches Verhalten einzudämmen. Damit sind die bei Dota 2 mehr oder weniger weit verbreiteten Beleidigungen aller Art gemeint. Es gehört nicht allzu viel Pech dazu, beim Spielen übelste rassistische oder homophobe Ausfälle anhören zu müssen. Das gilt für viele Spiele, ist bei Dota 2 aber besonders weit verbreitet - auch, weil Valve das Problem bislang mehr oder weniger ignoriert hat.

Das gezielte Vermeiden von Spielern steht derzeit nur über den Kauf des ab rund 10 Euro erhältlichen Battle Pass(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung, den Valve seit einigen Tagen anbietet. 25 Prozent der darüber erzielten Einnahmen wandern in den Preispool des Turniers The International, das vom 15. bis 25. August 2019 in der Mercedes-Benz-Arena in Schanghai stattfindet. Wie in den Jahren zuvor wird es wieder um mehrere Millionen Euro gehen, um die mehrere Teams kämpfen. Bereits qualifiziert sind Evil Geniuses, Virtus Pro, Team Secret, Vici Gaming und Fnatic.