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Dota 2: 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden

Mit einem massiven technischen Einsatz hat das Forschungsprojekt Open AI in Dota 2 gute Amateure und Halbprofis bezwungen. Das große Ziel: Der Sieg gegen die besten E-Sportler der Welt während des Turniers The International im August 2018 - außer Konkurrenz.

Artikel veröffentlicht am ,
Dota-2-Veranstaltung von Open AI
Dota-2-Veranstaltung von Open AI (Bild: Open AI)

In einer Reihe von Matches gegen Amateure und Halbprofis haben sich die Algorithmen des nichtkommerziellen Forschungsprojekts Open AI in Dota 2 durchgesetzt. Die Rechner haben vier von fünf entscheidenden Partien gewonnen, die letzte endete unentschieden. Das Besondere an den Spielen: Anders als bei einem ähnlichen Wettbewerb Mitte 2017 standen sich auf beiden Seiten nicht jeweils ein Held gegenüber, sondern echte Teams mit jeweils fünf Helden.

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Eine kleine Einschränkung gab es bei den Matches: Anders als sonst in Dota 2 war die Heldenauswahl auf Necrophos, Sniper, Viper, Crystal Maiden und Lich beschränkt - was den zum Teil selbstlernenden Algorithmen von Open AI die Arbeit sehr erleichterte. In ihrem Blog schreiben die KI-Forscher, dass sie für die jüngste Ausgabe vor allem die Anzahl der per Cloud verfügbaren CPU-Kerne mehr als verdoppeln mussten.

Gegen den Einzelspieler hatten noch 60.000 CPU-Kerne ausgereicht, für die Partien 5 gegen 5 mussten es schon 128.000 sein. Die Anzahl der ebenfalls eingesetzten Grafikprozessoren wurde nicht erhöht, aber statt der 256 Tesla-K10-GPUs von Nvidia kamen nun viel schnellere 256 Tesla vom Typ P100 vom gleichen Hersteller zum Einsatz; zu den technischen Details der CPU macht Open AI keine Angaben.

Mit dieser Hardware hatten die Algorithmen ihre Manöver vor den Partien selbst verfeinert. Pro Tag wurden dabei für jeden der fünf Helden so viele Spieler simuliert, dass ein Mensch dafür jeweils 180 Jahre benötigt hätte. Die Forscher räumen ein, dass ihre KI einen gewissen Vorteil hat: Prinzipiell hat sie zwar Zugang zu den gleichen Informationen wie die menschlichen Spieler, kann aber alle diese Daten - etwa über die Position von Gegnern oder von Medipacks - sofort und gleichzeitig verarbeiten.

Nach Angaben von Open AI hat sich die KI ein paar kleine, aber feine Unterschiede gegenüber typischen menschlichen Strategien angewöhnt. Die Algorithmen geben eher mal ihre eigene Safe Lane auf, um die des Gegners unter ihre Kontrolle zu bringen, was die Kämpfe auf die Seite der Karte verlagert und die Verteidigung erschwert. Außerdem habe die KI die Tendenz, Taktiken aus der Mitte von Dota-2-Partien etwas früher anzuwenden, etwa das Anlegen von Hinterhalten.

Die Forscher von Open AI verfeinern derzeit die Algorithmen weiter und merzen Bugs aus, um im August 2018 ihr selbstgestecktes Ziel zu erreichen. Sie möchten beim wichtigsten Dota-2-Ereignis des Jahres, dem Turnier The International im kanadischen Vancouver, gegen die besten Spieler überhaupt antreten und gewinnen. Allerdings geht es ihnen nicht um den Millionenpreis: Sie treten außer Konkurrenz und ebenfalls mit der Beschränkung auf die kleinere Heldenauswahl an.



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andy01q 02. Jul 2018

Dank Datamining sind Draft Helper längst ein starkes Tool und die kann ein...

Aki-San 29. Jun 2018

Wenn du dir die "Timeline" anschaust, wird vermutlich noch vor 2025 eine KI existierieren...

Aki-San 29. Jun 2018

Bestimmt meinen sie Tangos und Salben.. :D

Eheran 28. Jun 2018

Sie könnten trotzdem (wie ein Mensch) per Klick auf die Minimap pausenlos jeden...

xmaniac 27. Jun 2018

Wer hat mit dem Streit angefangen und kann man das nicht auch ohne Gewalt und Schläge lösen?


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