Gute Erfahrungen mit Elektroautos

Im Hunsrück sind im Laufe der Jahre Hunderte Windkraft- und Tausende Solaranlagen entstanden, und das - anders als in anderen Teilen des Landes - ohne größere Proteste. "Wir haben das Glück, dass bei uns frühzeitig ein Landrat darauf bestanden hat, die Bürger im Vorfeld von Projekten einzubeziehen", erzählt Bernatzki.

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Von dieser vorausschauenden Eingebung profitieren die Bürgerinnen und Bürger nun mehrfach. Der Kreis finanziert die Dorf-E-Autos auch aus Gewerbesteuereinnahmen, die die Solar- und Windkraftwerke im Hunsrück abwerfen.

Die Resonanz ist positiv

Die ehrenamtlichen E-Auto-Kümmerer tauschen sich auf regelmäßigen Treffen aus: So habe es anfangs zum Beispiel kleinere technische Probleme mit der Buchungssoftware gegeben. Insgesamt sei die Resonanz bislang aber "sehr, sehr positiv". "Uns erreichen tolle Feedbacks, wie die Fahrzeuge in das Dorfleben aktiv eingebunden wurden: Tanzgruppen, die damit gemeinsam zum Auftritt fahren, mit ihrem ganzen Equipment, Vereine, die Senioren betreuen, Eltern, die Kinder zum Sport fahren", sagt Uhle.

Bislang gab es über 3.300 Einzelbuchungen für fast 170.000 gefahrene Kilometer. Das sind deutlich mehr, als die Projektplaner ursprünglich vermutet haben. "Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass mal zum Einkaufen oder zum Arzt gefahren wird, also eher kürzere Strecken um die zehn Kilometer. Aber wir liegen jetzt im Schnitt bei Distanzen von über 50 Kilometern", sagt Klimaschutzmanager Uhle. Ihre Reichweitenangst haben die Hunsrücker schnell überwunden.

In der Stadt wird eher auf Autos verzichtet

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"In der Stadt mögen Auto-Sharing und der Verzicht auf ein eigenes Auto insbesondere bei der jüngeren Generation bereits selbstverständlich sein", sagt Uhle. Auf dem Land gelte das aber eher nicht. Nicht wenige hätten zwei oder drei Autos daheim stehen, von denen manche weniger als einmal die Woche bewegt würden.

Ein teurer Luxus - teurer, als den meisten Menschen vermutlich bewusst ist. Laut ADAC kostet ein Neuwagen mit Abschreibung, TÜV, Reparatur, Versicherung mindestens 400 Euro im Monat. "Da wird eine gewaltige Kaufkraft bei den Privathaushalten durch diese Zweit- und Drittwagen gebunden, die in Wirklichkeit ja keine Fahrzeuge, sondern eher Stehzeuge sind", sagt Uhle.

Uhles Hoffnung ist, dass mit den Dorfautos ein längerfristiger Denkprozess angestoßen wird. Und tatsächlich habe es bereits mehrere Anfragen von Nachbarn gegeben, die überlegen, wie sie sich privat ein E-Auto teilen können. Auch die Verkäufe von E-Autos in der Region nehmen zu. "Das alles bestätigt unseren Ansatz. Man muss Elektromobilität wortwörtlich 'erfahren' können", sagt Uhle.

Die Rahmenbedingungen sind auch gerade günstig.

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 Dorfauto im Hunsrück: Verkehrswende geht auch auf dem LandOhne Auto geht es nicht auf dem Land 
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Ykandor 28. Dez 2020

Wo ist dieses Dorf denn? Damit man es meiden kann. Klar gibt es so was auch, aber nicht...

GasLoop 24. Dez 2020

Tut mir leid, @McWiesel, aber du sprichst von Sonderfällen. Die wenigsten haben ein...

dummzeuch 22. Dez 2020

Vielleicht habe ich den Artikel falsch verstanden, aber ich lese da, dass es ein Versuch...



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