• IT-Karriere:
  • Services:

Doppelausbau von Glasfaser: Verbände fordern Änderung von Diginetz-Gesetz

Der Deutsche Landkreistag und andere Verbände wollen ein Doppelverlegen von Glasfaser verhindern. Das Diginetz-Gesetz solle schnell überarbeitet werden, fordern sie.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau
Netzausbau (Bild: VKU)

Das Diginetz-Gesetz in seiner aktuellen Form dient vielfach dazu, Glasfaserleitungen im Überbau oder Doppelausbau kostengünstig mit zu verlegen, wenn Gebiete erstmalig erschlossen werden. Der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation), der Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss), der Deutsche Landkreistag und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) setzen sich für eine schnellstmögliche Überarbeitung des Ende 2016 in Kraft getretenen Gesetzes ein, wie die Verbände am 1. Juni 2018 erklärten.

Stellenmarkt
  1. über SCHAAF PEEMÖLLER + PARTNER TOP EXECUTIVE CONSULTANTS, Nordrhein-Westfalen
  2. EGS-plan Ingenieurgesellschaft für Energie,- Gebäude- und Solartechnik mbh, Stuttgart

Die Bundesnetzagentur versteht das Diginetz-Gesetz so, dass mehrere Leerrohr- und Glasfaserkabel nebeneinander im Sinne des Gesetzgebers sind. Darum werden kommunale Unternehmen, die Open-Access-Netzwerke ausbauen, gezwungen, Konzernen wie der Deutschen Telekom und Unitymedia das Überbauen zu ermöglichen. Statt Glasfaser doppelt und dreifach zu verlegen, sollte diese nach Ansicht der Verbände optimal ausgelastet werden.

Diginetz-Gesetz in Wiesbaden angewandt

Aktuelles Beispiel hierfür sei eine Entscheidung der Bundesnetzagentur vom 20. April 2018 (BK11-17-020), die der Telekom einen weitreichenden Mitverlegungsanspruch im Rahmen der Erschließung eines Neubaugebiets in Wiesbaden gewährt. Durch die sehr weite Auslegung des Begriffs "öffentliche Mittel" würden auch Unternehmen mit einer indirekten kommunalen Beteiligung "erheblich verunsichert". Kommunale Unternehmen müssten damit rechnen, dass künftig jede ihrer Investitionen in Glasfaserprojekte durch Mitverlegung belastet und damit unrentabel würden.

Das Diginetz-Gesetz müsse novelliert werden, um einen Parallelausbau durch Mitverlegung verhindern, wenn ein Gebiet erstmals mit reinen Glasfaserleitungen erschlossen werde, erklären die Verbände.

Ein Mitverlegungsanspruch sollte nur dann bestehen, wenn die Bauarbeiten unmittelbar aus öffentlichen Haushaltsmitteln finanziert werden. Geboten werden sollte dann Open Access zu fairen Konditionen. Die neue Infrastruktur werde damit besser ausgelastet, und ein Anreiz zum Glasfaserausbau in noch nicht erschlossenen Regionen geschaffen.

Ein Open-Access-Angebot, dessen Preis und Konditionen die Bundesnetzagentur überwacht, verspricht einen schnelleren und rentablen Glasfaserausbau. Unitymedia hält dagegen, dass kommunale Zweckverbände nicht allein und ohne Wettbewerb Gebiete mit Glasfaser erschließen sollten. Eine Mitnutzung der vorhandenen Infrastruktur wäre nicht wirtschaftlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 11,99€
  3. 4,32€
  4. 20,49€

bombinho 05. Jun 2018

Je nach Anbieter wird ohnehin versucht, zu Businesstarifen zu noetigen. Insofern ist die...

Faksimile 01. Jun 2018

Beides funktioniert nicht wirklich gut.

Faksimile 01. Jun 2018

In solchen Fällen sollten die Stadtwerke oder ähnliches daruf bestehen, Leerrohre und...


Folgen Sie uns
       


Macbook Pro 16 Zoll - Test

Das Macbook Pro 16 stellt sich in unserem Test als eine echte Verbesserung dar. Das liegt auch daran, dass Apple einen Schritt zurückgeht, das Butterfly-Keyboard fallenlässt und die physische Escape-Taste zurückbringt.

Macbook Pro 16 Zoll - Test Video aufrufen
Elektroschrott: Kauft keine kleinen Konsolen!
Elektroschrott
Kauft keine kleinen Konsolen!

Ich bin ein Fan von Retro. Und ein Fan von Games. Und ich habe den kleinen Plastikschachteln mit ihrer schlechten Umweltbilanz wirklich eine Chance gegeben. Aber es hilft alles nichts.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. IMHO Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus
  2. Gaming Konsolenkrieg statt Spielestreaming

Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Arbeitsklima: Schlangengrube Razer
Arbeitsklima
Schlangengrube Razer

Der Gaming-Zubehörspezialist Razer pflegt ein besonders cooles Image - aber Firmengründer und Chef Tan Min-Liang soll ein von Sexismus und Rassismus geprägtes Arbeitsklima geschaffen haben. Nach Informationen von Golem.de werden Frauen auch in Europa systematisch benachteiligt.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Razer Blade Stealth 13 im Test Sieg auf ganzer Linie
  2. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  3. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch

    •  /