Doosan Mobility: Wasserstoff-Drohne fliegt in Spielfilmlänge

Der Oktocopter DS30 des Herstellers Doosan Mobility hat medizinische Proben über eine Strecke von rund 70 km transportiert. Das Besondere: Die Drohne ist mit einem Brennstoffzellenmodul geflogen.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Doosan Mobility DS30
Doosan Mobility DS30 (Bild: Doosan Mobility)

Die Drohne Doosan Mobility DS30 hat mit ihren acht Rotoren eine Strecke von 70 km zwischen der Insel St. Croix und der Nachbarinsel St. Thomas in der Karibik überbrückt. Für den Transport medizinischer Proben brauchte sie rund 1 Stunde und 45 Minuten. Die Restflugzeit soll nach der Landung noch 30 Minuten betragen haben. Normale Multicopter-Drohnen mit Akkus haben eine Laufzeit von etwa 30 Minuten.

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Der Flug war das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem texanischen Drohnenentwicklungsunternehmen Guinn Partners, der in Georgia ansässigen Skyfire Consulting, dem US-Gesundheitsministerium und dem Drohnenhersteller Doosan Mobility Innovation. Die Drohne kann laut Hersteller Nutzlasten von 5 kg tragen. Außerdem könne der Wasserstofftank in 10 Minuten wieder aufgefüllt werden.

Sie wurde von einem Boot begleitet, damit bei Bedarf auf manuelle Steuerung umgeschaltet werden konnte. Ab 2020 soll die Drohne allein fliegen. Sie hat eine Spannweite von 2,6 Metern und wiegt mit ihrem 10,7-Liter-Tank rund 21 kg.

Bisher wurden für Transportaufgaben Drohnen eingesetzt, die nur mit Akkus fliegen. DHL testet seit Jahren Drohnen für die Paketbeförderung. In Deutschland wurde 2016 der Paketkopter 3 vorgestellt, der eine spezielle Packstation anfliegt und sich die Sendungen zum Transport herausholt. Am Ziel werden sie ebenfalls in einer Packstation abgelegt. Die Drohne ist ein Kippflügler, der mit hochgeklappten Tragflächen senkrecht startet und landet, ansonsten aber beim Geradeausflug wie ein Flugzeug arbeitet. Die beiden Rotoren befinden sich an den Tragflächen.

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Die Deutsche Post hatte im Herbst 2014 in einem Pilotversuch eine Apotheke auf der Nordseeinsel Juist per Drohnenflug mit Nachschub versorgt. Das von vier Rotoren angetriebene unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) konnte damals etwa 90 Minuten in der Luft bleiben und 1,2 kg Last tragen. Es legte die Strecke von zwölf km vom Festland zur Insel autonom zurück, wurde aber ständig von einer Bodenkontrolle überwacht und hätte notfalls manuell gesteuert werden können.

Ende 2013 brachte eine DHL-Drohne eine Lieferung mit Arzneimitteln über den Rhein in die Postzentrale.

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