Doom: Vulkan macht die Hölle schneller
Das Spielestudio id Software hat den zweiten großen Patch für Doom veröffentlicht. Das Update fügt dem Ego-Shooter Unterstützung für die offene Grafikschnittstelle Vulkan hinzu(öffnet im neuen Fenster), die ähnlich wie Microsofts Direct3D 12 die Leistung durch eine Hardware-nahe Programmierung steigern soll. Wir haben das mit AMDs Radeon RX 480, mit Intels HD Graphics 520 und mit Nvidias Geforce GTX 1080 ausprobiert – mit überzeugenden Resultaten.

Unsere regulären Messungen mit dem Tool Fraps funktionieren nur unter OpenGL, unter Vulkan verweigert das kleine Programm den Dienst. id Software hat allerdings in Doom ein eigenes Overlay integriert, was neben der Bildrate auch die Frametimes und die CPU- sowie GPU-Auslastung anzeigt. Längere Szenen lassen sich damit jedoch nicht aufzeichnen, sondern einzig Standbilder vergleichen – das reicht aber für eine grobe Einschätzung.
Mehr fps für fast alle
Im Falle der Geforce GTX 1080 haben wir alle Details auf Ultra/Nightmare plus TSSAA 8TX gestellt, gleiches gilt für die Radeon RX 480; als System nutzten wir unsere Grafikkarten-Plattform mit einem Core i7-6700K und 16 GByte RAM unter Windows 10. In 2160p ändert sich bei der Nvidia-Grafikkarte fast nichts (61 statt 59 fps), in 1440p hingegen steigert Vulkan die Leistung um +9 Prozent (112 statt 103 fps) und in 1080p um +27 Prozent (164 statt 129 fps).
Das AMD-Modell legt bei den drei Auflösungen gar um +25 Prozent (40 statt 32 fps), +26 Prozent (78 statt 62 fps) und +22 Prozent (115 statt 94 fps) zu. Die verglichen mit der Nvidia-Grafikkarte höhere Leistungssteigerung ist laut AMD(öffnet im neuen Fenster) auf Asynchronous Compute bei der Nutzung von TSSAA 8TX(öffnet im neuen Fenster) sowie Shader Intrinsics und Frame Flip Optimizations zurückzuführen.
Bei der integrierten Grafikeinheit HD Graphics 520 haben wir einzig mittlere Qualitätseinstellungen in 720p verwendet. Hier steigt die Bildrate ausgehend von OpenGL von 21 auf 27 fps, wenn stattdessen das Vulkan-API genutzt wird. Die Aktivierung geht mit einem Neustart einher, ergo muss der jeweils letzte Spielstand neu geladen werden. Wir empfehlen jedoch, die neue Grafikschnittstelle einfach dauerhaft eingeschaltet zu lassen.
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