Verfügbarkeit und Fazit

In Doom VFR gibt es keinen Multiplayermodus, sondern nur eine rund vier bis fünf Stunden lange Kampagne. Deren Handlung dreht sich um einen Herren namens Dr. Abraham Peter, der allerdings gleich im Intro stirbt. Darauf wird sein Bewusstsein auf ein Kampf-Chassis verpflanzt, was dann auch irgendwie das Teleportieren erlaubt - weitere Details dazu gibt es nicht. Wir klappern dann in einer kleinen Marsstation die Missionsziele ab. Neben Kämpfen gibt es nicht viel mehr zu tun als Knöpfchen zu drücken und den richtigen Weg zu finden.

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Der Schwierigkeitsgrad ist relativ hoch. Selbst in der einfachsten der fünf Stufen - zwei werden erst später freigeschaltet - sind schnelle Reaktionen überlebenswichtig, ganz ohne Neustarts dürfte kaum ein Spieler durch die Kampagne kommen. Nervig: Es gibt nur eine automatische Speicherfunktion, die für unseren Geschmack zu selten Savegames anlegt, Wiederholungen selbst längerer Kampfpassagen sind fast nicht zu vermeiden.

Die Grafik entspricht ungefähr dem 2016 veröffentlichten Doom, einige Assets scheinen dem Actionspiel sogar direkt entnommen zu sein. Was in Videos und Screenshots so gut wie gar nicht rüberkommt: Wer mit VR-Headset in der Welt steht, auf den wirken die teils wirklich großen Monster ganz anders als auf 2D-Material. Im Spiel sieht es oft richtig beeindruckend aus, wenn sich direkt vor unserer Nase ein riesiges Monster aus dem Boden schält.

  • Mit VR-Headset ist dieser Gegner 2,5 Meter groß  und viel gruseliger als auf dem Screenshot! (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Nett: Die Entwickler haben eine Art "Candy Crush Doom" als Minispiel eingebaut. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Dieses Biest greift uns zum Glück nicht an, sondern ist ein Hologramm. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Sobald wir dieses Ding zerstört haben, bricht um uns die Hölle los... (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Auch der einfachste der fünf Schwierigkeitsgrade ist herausfordernd. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Per Menürad wählen wir die gewünschte Waffe aus. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
  • Die Waffen lassen sich an bestimmten Stellen im Spiel etwas verbessern. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)
Auch der einfachste der fünf Schwierigkeitsgrade ist herausfordernd. (Bild: Bethesda / Screenshot: Golem.de)

Doom VFR ist für Playstation VR und HTC Vive erhältlich, der Preis liegt bei 35 Euro. Besitzer einer Oculus Rift können das Spiel auf ihrem Headset mit ein paar Tricks zum Laufen bringen, offiziell unterstützt wird es aber noch nicht. Laut einem leider vagen Statement von Publisher Bethesda könnte sich das aber noch ändern. Hierzulande erscheint der Titel vollständig lokalisiert und ohne inhaltliche Schnitte mit einer USK-Freigabe ab 18 Jahren. Das Programm läuft unabhängig von früheren Doom-Spielen und ist nicht als Update oder Erweiterung erhältlich.

Fazit

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So viel Spaß wie in Doom VFR hat uns noch keine Teleport-Steuerung in einem Virtual-Reality-Spiel gemacht. Nach kurzer Eingewöhnung ist es eine wahre Freude, wenn wir etwa in einem Bosskampf kurz vor dem Einschlagen feindlicher Raketen wegspringen, einen Gegner fast in Sekundenbruchteilen aus unterschiedlichen Richtungen angreifen oder mehrere Monster am Stück telefraggen - auch wenn Letzteres ja eigentlich ziemlich eklig ist. Egal: Uns haben die Kämpfe gepackt!

Auch sonst macht das Programm eine klasse Figur. Die ganz große grafische Offenbarung ist es zwar nicht - es gibt kaum sehenswerte Umgebungen, und die wenigen Schauplätze werden dann auch noch mehrfach für Kampfeinsätze genutzt. Dennoch gefällt uns die Atmosphäre, die Waffen haben ordentlich Wumms und das VR-Mittendrinn-Gefühl stimmt auch.

Den ersten Ausflug von Doom in die virtuelle Realität finden wir sehr gelungen. Für die Forstsetzung wünschen wir uns mehr Umfang und einen Multiplayermodus - und viele frische Monster zum Telefraggen.

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 Doom VFR im Test: Wir als Waffe
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