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Doom: Crytek-Grafikchef geht zu id Software

Der führende Grafikprogrammierer von Crytek , Tiago Sousa, hat seinen Wechsel zu id Software bekannt gegeben. Der Portugiese arbeitet dort an der id Tech 6, die für Doom entwickelt wurde.
/ Marc Sauter
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Tiago Sousa arbeitet nun an der id Tech 6 für Doom (Bild: id Software)
Tiago Sousa arbeitet nun an der id Tech 6 für Doom Bild: id Software

Tiago Sousa hat den Arbeitgeber gewechselt(öffnet im neuen Fenster) : Der bisherige Lead R&D Graphics Engineer von Crytek ist nun Lead Rendering Programmer bei id Software und kümmert sich um die id Tech 6 für Doom . Damit verlässt der Engine-Experte nach über zehn Jahren das deutsche Spielestudio Crytek und zieht von Frankfurt am Main nach Richardson, Texas.

Wie genau seine Arbeit an der id Tech 6 aussieht, hat Tiago Sousa bisher nicht verraten. Die Engine ist der Nachfolger oder viel eher eine Weiterentwicklung der id Tech 5 , die die bisher nur in Rage und Wolfenstein The New Order verwendet wird. Die Engine bietet Megatexturing und belegt sehr viel Speicher. Dynamische Beleuchtung zählte bisher nicht zu ihren Stärken – für Doom eher ungünstig.

Doom – Teaser-Trailer
Doom – Teaser-Trailer (01:11)

Sousa hat am Instituto Superior Técnico (Lissabon) Informatik studiert und war seit Februar 2003 bei Crytek in Coburg sowie später in Frankfurt angestellt. Der Portugiese arbeitete an allen Cryengine-Versionen mit, die unter anderem in Far Cry, der Crysis-Trilogie, Ryse , Kingdom Come Deliverance und Star Citizen genutzt wird.

Zudem entwickelte er mit Studenten der Universität Saragossa das Subpixel Morphological Antialiasing ( SMAA(öffnet im neuen Fenster) ), das mittlerweile in vielen Spielen – beispielsweise Infamous Second Son – Verwendung findet. SMAA ist eine Postprocessing-Kantenglättung mit vergleichsweise gutem Anti-Aliasing für Geometrie und Alpha-Tests.

Crysis 3 – Trailer (Tech)
Crysis 3 – Trailer (Tech) (02:45)

Noch vor Sousa hatte 2009 Martin Mittring Crytek verlassen und war zu Epic für die Unreal Engine 4 gewechselt, mit Carsten Wenzel ist aber noch eines der Cryengine-Urgesteine bei Crytek angestellt. Das Studio hatte zuletzt eine Krise und eine drohende Insolvenz dementiert . Die Mitarbeiter in Nottingham, England haben die Arbeit an Homefront 2 niedergelegt .


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