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Doom-Box
Doom-Box (Bild: Achim Fehrenbach)

Die Helden ziehen ihre Eigenschaften aus Kartendecks

Die erste der Missionen dient zugleich als Tutorial und bietet den Marines einen leichten Einstieg ins Spiel. Der Zerstörer muss zwecks Lerneffekt in den sauren Apfel beißen: Für ihn ist es ziemlich schwer, die frühen Matches zu gewinnen. Die Vielzahl an Kartendecks mag zunächst etwas unübersichtlich erscheinen, zumal die Symbole auf den Kartenrückseiten nicht gerade aussagekräftig sind.

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Zum Einstieg lässt sich Doom: Das Brettspiel aber auf einige wesentliche Funktionen zusammenfassen. Die grundlegende Erkenntnis: Anders als bei verwandten Spielen wie Descent oder Imperial Assault sind die Heldenfiguren unbeschriebene Blätter. Ihre Eigenschaften und Waffen richten sich nur nach den Karten, die ihnen momentan zugewiesen sind. Das macht das Brettspiel weniger kalkulierbar, aber eben auch sehr abwechslungsreich. Ebenso wie das Game, in dem sich Spieler spontan Power-ups und Waffen schnappen, um sich dann gleich wieder ins Getümmel zu stürzen.

Zu Beginn jeder Partie wird das jeweilige Missionslevel aus Kartenteilen zusammengesteckt. Die Türen zwischen den einzelnen Räumen stehen auf Plastikstützen und sind zu Spielbeginn geschlossen. Je nach Missionsvorlage werden diverse Marker auf der Karte verteilt. Das können Monsterstandorte und Spawn Points sein, aber auch Medikits, Waffen und Dimensionsportale. Jeder Marine-Spieler wählt eine Figur (Alpha, Bravo, Charlie, Delta) aus und nimmt sich zwei Waffen-Marker, also beispielsweise Schrotflinte und Plasmagewehr. Die Grundkombinationen sind vom Handbuch vorgegeben.

  • Doom - Das Brettspiel (Foto: Achim Fehrenbach)
  • Doom - Das Brettspiel (Foto: Achim Fehrenbach)
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Doom - Das Brettspiel (Foto: Achim Fehrenbach)

Karten bestimmen den Spielablauf

Anschließend stellt sich jeder Marine ein Deck aus zehn Aktionskarten zusammen. Das Deck besteht aus 2 x 3 waffenspezifischen Karten und vier allgemeinen Aktionskarten (Rüstung, Neupositionierung, 2 x Schnellschuss). Diese zehn Karten mischen Spieler, legen sie verdeckt vor sich hin und ziehen aus dem Stapel anschließend drei Handkarten. Auch der Dungeon Master bereitet seine Karten vor. Je nach Mission sind das unterschiedliche Dämonentypen sowie eine Reihe von Ereigniskarten, die der Zerstörer taktisch ausspielen kann.

Zentrale Bedeutung haben die Initiativkarten. Dieser verdeckte Stapel besteht aus je einer Karte für jeden Marine sowie je einer Karte für jeden Dämonentyp, der auf dem Spielplan sichtbar ist. Zu Beginn jeder Aktivierungsphase wird die oberste Karte vom Stapel gezogen: Sie bestimmt, ob einer der Marines oder aber der Zerstörer an der Reihe ist. Ist ein Marine aktiviert, dann kann er die Aktionskarten von seiner Hand spielen. Er kann nun eine Hauptaktion und eine beliebige Anzahl Bonusaktionen ausspielen - dadurch werden lange Handlungsketten möglich, die weitreichende Folgen für das Spielgeschehen haben. Das sieht zum Beispiel so aus: Der Marine feuert eine Raketensalve (Hauptaktion) und positioniert sich anschließend neu (Bonusaktion).

Wie der Angriff abläuft, hängt auch von den Werten für die Geschwindigkeit (des Spielers) und die Reichweite (der Waffe) ab, die auf den Hauptaktionskarten vermerkt sind. Hat die Karte zum Beispiel den Geschwindigkeitswert 4 und die Reichweite 3, dann kann der Marine vier Felder weit ziehen und über die Länge von drei Feldern feuern. Er kann aber auch abwechselnd laufen, feuern und dann wieder laufen - das verleiht dem Spiel zusätzliche Flexibilität. Immer in Bewegung bleiben - das war auch schon die Devise der Games. Auf Gegner feuern kann ein Spieler aber natürlich nur, wenn sie nicht durch Wände oder Türen verdeckt sind. Schwieriges Gelände, zum Beispiel Trümmerhaufen, bieten eingeschränkten Schutz und vergrößern die Zahl der notwendigen Zugpunkte.

Würfel ergänzen die Spielaktionen

Die Schadenspunkte eines Angriffs werden durch Würfel ermittelt. Jede Angriffskarte zeigt, wie viele rote und schwarze Würfel geworfen werden dürfen - auf den schwarzen Würfeln befinden sich mehr Trefferpunkte. Von der Gesamtzahl der Trefferpunkte wird dann die Anzahl der Schildpunkte abgezogen, die sich auf der Karte des Verteidigers befinden. Viele Karten haben zusätzliche Eigenschaften, zum Beispiel können sie auch - wie beim Raketenwerfer - Schaden auf angrenzenden Feldern anrichten. Marines haben zehn Lebenspunkte: Fällt der Wert auf null, erhält der Zerstörer einen Kill gutgeschrieben und der Marine startet vom Spawn Point.

Zusätzliche Skills

Das sind jetzt wirklich nur die Basisregeln. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Decks, die den Ablauf des Spiels beeinflussen. Die vielen Zusatzregeln können etwas einschüchternd wirken, müssen aber auch nicht alle gleich von Anfang an berücksichtigt werden. Was Doom: Das Brettspiel auszeichnet, ist seine Nähe zum Computerspiel. Hier wie dort kommt es sehr stark auf Mobilität an. Beim Brettspiel können Spieler ihre Aktionskarten opfern, um stattdessen mehr Züge zu machen. Eine sehr gelungene Adaption sind die sogenannten Glory Kills: Sinken die Lebenspunkte eines Monsters unter einen bestimmten Staggering-Wert, dann kann der Marine ihm im Nahkampf den Garaus machen und dafür Boni kassieren. So sind wahre Befreiungsschläge möglich - besonders dann, wenn der Marine kurz vor dem Exitus steht.

Die Marines wiederum können vorübergehend betäubt und dadurch weitgehend handlungsunfähig werden. Der Zerstörer hat auch noch weitere Tricks im Ärmel, etwa Finsternis oder Hinterhalt, um den Helden das Leben schwer zu machen. Auch kann er mittels einer Invasionskarte festlegen, welche Monster aus den Höllenportalen nachrücken - oftmals eine böse Überraschung für die Marines.

 Doom-Brettspiel-Neuauflage im Test: Action am WohnzimmertischVerfügbarkeit und Fazit 

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Hubaaaa 13. Nov 2017

Ich empfehle dann mal Twilight Imperium. Geht mit max. 8 Spielern und minimal 3...

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Webwookiee 10. Nov 2017

:) Exakt! Ich habe sie schon immer geliebt, aber momentan bin ich süchtig! ^^

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quineloe 10. Nov 2017

Klar, aber mit meiner vereinfachten Aussprache würden es gefühlte 20 Leute die ich kenne...

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deus-ex 09. Nov 2017

kann ich auch empfehlen. M.m. nach eine weiter sehr gelungene Computerspiel Umsetzung.

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hl_1001 09. Nov 2017

90¤ sind ja nicht wenig, ich hoffe für den Zaster ist der original Soundtrack auch dabei...

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